Notebooks sind mehr als eine Klappkiste zum Arbeiten

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 21.02.2010

Von Guido Nedden

Über Laptops im Wohnzimmer lassen sich Musik, Videos und Fernsehen steuern. Statt schmuckloser Rechenschachteln zum Aufklappen sind auf der Cebit nächste Woche formschöne Notebooks im edlen Karbongehäuse zu sehen. Sie sollen nicht nur den Schreibtisch-Computer ersetzen, sondern die ganze Multimedia-Vielfalt im Wohnzimmer steuern. Optisch auffällig ist vor allem, dass die auf der Cebit vorgestellten Notebooks noch flacher sind als derzeit verfügbare Modelle. Möglich wird dies durch neue Technik. Zum einen sind die zentralen Recheneinheiten und Prozessoren deutlich kleiner geworden, obwohl sie mehr leisten.

Statt schmuckloser Rechenschachteln zum Aufklappen sind auf der Cebit nächste Woche formschöne Notebooks im edlen Karbongehäuse zu sehen. Sie sollen nicht nur den Schreibtisch-Computer ersetzen, sondern die ganze Multimedia-Vielfalt im Wohnzimmer steuern.

Optisch auffällig ist vor allem, dass die auf der Cebit vorgestellten Notebooks noch flacher sind als derzeit verfügbare Modelle. Möglich wird dies durch neue Technik. Zum einen sind die zentralen Recheneinheiten und Prozessoren deutlich kleiner geworden, obwohl sie mehr leisten. Zum anderen sorgen winzige Leuchtdioden für die Hintergrundbeleuchtung des Displays. Dadurch verbessern sich außerdem Kontrastwerte, Bildqualität und Auflösung.

Optimiert haben die Hersteller außerdem die Musikwiedergabe. Ein Beispiel dafür ist das Modell NX90 von Asus, das David Lewis, Designer bei Bang & Olufsen, mit entwickelt hat. Eingebaut ist Sonic-Focus-Technik, die für natürlichen und klaren Klang sorgen soll. Auch die Bedienung des Rechners ist auf Musikfreunde zugeschnitten. Statt des üblichen Touchpads in der Mitte gibt es zwei berührungsempfindliche Flächen an den Seiten. Damit können Nutzer unter anderem die Musikwiedergabe wie ein Discjockey mit zwei Plattentellern steuern. Platz für reichlich Musik ist ebenfalls vorhanden, die Festplatte fasst knapp 1,3 Terabyte.

Zur Ausstattung gehört außerdem ein sehr großer Bildschirm mit voller HD-Auflösung. Für den mobilen Einsatz ist das NX90 nur bedingt geeignet: Der Rechner, der ab April im Handel für etwa 2000 Euro angeboten wird, wiegt stattliche fünf Kilogramm.

Die neuen Notebooks bieten Käufern nicht nur besseren Klang, sondern auch lebendigere Bilder. Ganz besonders im Trend ist die 3-D-Darstellung. Mit dem Aspire 5740D stellt Acer auf der Cebit ein solches Modell für räumliches Sehen vor. Der Hersteller hat das Display mit einem speziellen Film beschichtet. Die im Lieferumfang enthaltene Polarisationsbrille filtert die Bilder, um einen 3-D-Effekt zu erzielen. Wer die Software Def 3D-Experience installiert, sieht auch zweidimensionale Bilder in 3D und braucht für die Darstellung keine spezielle Grafikkarte. Zur weiteren Ausstattung des knapp 800 Euro teuren Notebooks gehören ein acht Gigabyte großer Arbeitsspeicher, ein DVD-Laufwerk, WLAN und ein Ausgang für hochauflösendes Videomaterial.

Damit die Klapprechner die zahlreichen Multimedia-Daten auch komfortabel im Wohnzimmer auf die Empfangsgeräte schicken können, haben die Hersteller ihnen moderne Funktechnik einbauen lassen. Zu den Anbietern solch aufgerüsteter Modelle gehört Sony mit neuen Rechnern der Vaio-Z-Reihe. Im leichten und robusten Gehäuse aus Kohlenstofffasern ist neben einem 13 Zoll großen Bildschirm auch ein Modul für kabelloses Netzwerken (WLAN) integriert – und zwar in der neuen N-Version, die besonders schnell Daten überträgt. Damit Websurfen nicht nur im heimischen Wohnzimmer oder an einigen WLAN-Hotspots, sondern auch unterwegs an jedem Ort möglich ist, gehört zur Ausstattung ab Werk zusätzlich ein Empfänger für Mobilfunk, der die schnelle HDPA-Technik nutzt.

Websurfen über Mobilfunk und das Abspielen von Musik und Videos auf den großen und hochauflösenden Bildschirmen kostet jedoch viel Strom. Daher hat Sony zusätzlich einen HD-Grafikchip von Intel in seine Z-Notebooks eingebaut. Wird beim Websurfen oder der Textverarbeitung keine große Grafikleistung benötigt, schaltet der Rechner automatisch auf diese Karte um und drosselt somit den Stromverbrauch.

An Bord der Z-Rechner sind zudem DVD-Brenner, Webcam sowie ein Fingerabdrucksensor. Außerdem ist bei Sonys neuen Notebooks ein weiterer Trend zu beobachten: Taugten Flashspeicher wegen ihrer geringen Speicherkapazität früher nur für kleine MP3-Player, ersetzen sie mittlerweile die störanfälligen Festplatten. In den Z-Notebooks fassen sie immerhin schon mehr als 250 Gigabyte.

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Internationale Funkausstellung: Die neuen Notebooks sind leichter und schärfer

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 22.08.2009

Von Guido Nedden und Thomas Jüngling

Zur Internationalen Funkausstellung Anfang September gibt es neue Notebooks: Von prall ausgestatteten Computern mit vielen Multimediafunktionen bis zu kompakten Netbooks. Fast allen Leichtgewichten gemeinsam ist, dass ihre Displays Bilder schärfer darstellen und die Akkus deutlich länger laufen als bisher.

Deutlich mehr Platz auf dem Schreibtisch versprechen die Hersteller: Für Schreibarbeiten und Multimedia-Anwendungen brauchen Nutzer künftig kaum noch klobige Rechenmaschinen. Es reichen schlanke Computer, Nettops genannt, oder auch Notebooks in unterschiedlichen Größen.

Zur Internationalen Funkausstellung (Ifa), die vom 4. bis 9. September in Berlin stattfindet, stellt zum Beispiel Acer seinen neuen, kompakten Computer Aspire Z5600 vor. Alle technischen Komponenten sind in einem kleinen Gehäuse direkt hinter dem Monitor untergebracht. Nur so dünn und groß wie ein Buch ist Medions neuer Rechner Akoya Mini E2076, den der Anbieter zur Ifa vorstellt. Beide Nettops sind bestens mit Anschlüssen ausgestattet, zum Beispiel sechs USB-Buchsen, Kartenleser und Audioanschlüssen. Darüber hinaus laufen die Mini-Versionen von Schreibtischrechnern fast geräuschlos, da die Techniker bei der Kühlung auf Lüfter verzichtet haben. Außerdem lassen sich die Nettops über mitgelieferte Halterungen an herkömmlichen Monitoren befestigen. Das spart noch mehr Platz, ebenso wie der Einsatz von Notebooks in jeder Größe, von denen Hersteller auf der Ifa einige neue Modelle vorstellen werden.

Multimedia-Notebooks

Selbst mobile Rechner für den Multimedia-Einsatz sind mittlerweile flach und kompakt gebaut. Eingebaute oder anschließbare Multimediatastenfelder helfen bei der Bedienung. Dank leistungsfähiger Grafikkarten können Nutzer auch aufwendige Spiele laufen lassen, und in manchen Modellen sind?18 Zoll große Displays eingebaut.

Dazu gehört der Acer-Rechner Aspire 8935 (etwa 1600 Euro), dessen Bildschirm mit 1920 mal 1080 Pixeln in Full HD auflöst. Stromsparende und quecksilberfreie LED-Hintergrundbeleuchtung verbessert die Bildqualität und verringert den Energiebedarf. Auf der rechten Seite befindet sich eine berührungsempfindliche Mediakonsole mit leicht zu bedienenden Steuerelementen. Zur Ausstattung gehört auch ein Dolby-Surround-System mit zwei eingebauten Stereolautsprechern. Der vier Gigabyte große Arbeitsspeicher sorgt für recht kurze Reaktionszeiten selbst bei leistungsintensiven Anwendungen. Das Acer Aspire 8935 bietet Platz für bis zu zwei Festplatten mit einer Gesamtspeicherkapazität von bis zu 1 Terabyte.

Ähnlich viel Platz bietet das LG-Notebook P510 (etwa 2000 Euro) mit einer 500 Gigabyte großen Festplatte. Für schnelle Installation oder ein schnelles Back-up der Daten sorgt die Smart-Technologie, die den Rechner unter anderem einfach und schnell mit einem Netzwerk verbindet. Eine Kampfansage an die Konkurrenz macht Toshiba mit seinem Satellite A500-11U. Bei einem Preis von nur 1100 Euro bietet das Notebook eine gute Ausstattung. Dazu gehören ein eingebauter TV-Empfänger für digitales Antennenfernsehen (DVB-T) sowie eine Kamera, die mit 1280 mal 800 Pixeln hoch auflöst. Zusätzlich verfügt der Rechner über ein Touchpad, über das Nutzer mit Gesten durch die Programme und Dateien steuern können.

Subnotebooks

Mit 12 oder 13 Zoll großen Displays sind die meisten Subnotebooks ausgestattet, Sie bieten oft mehr Komfort als Netbooks und sind kompakter als Multimedia-Notebooks. Zu den größeren Modellen gehört Toshibas U500-115, das fast 1100 Euro kostet. Über eine Fernbedienung lassen sich Rechner und angeschlossene Geräte bequem bedienen. Zu den Besonderheiten gehört ein USB-Anschluss, über den sich Geräte auch bei ausgeschaltetem Rechner aufladen lassen, sowie eine Gesichtserkennung zur Entsperrung des Notebooks und ein Monitor, der drohende Technikausfälle anzeigt.

Zu den neuen Modellen gehört auch das Wind U200 von MSI (ab 600 Euro), das mit einem zwölf Zoll großen Display ausgestattet ist und 1,4 Kilogramm wiegt. Ähnlich teuer ist Medions neues Subnotebook Akoya E3211. In der größten Version sind eine 500-Gigabyte-Festplatte sowie ein vier Gigabyte großer Arbeitsspeicher eingebaut. Nicht selbstverständlich: Medion hat das Subnotebook mit einem DVD-Brenner ausgestattet.

Netbooks

Zwar sind Netbooks noch immer die kleinsten Rechner der mobilen Computerklasse, doch auf der Ifa zeigen die Hersteller fast ausschließlich Modelle mit großen Bildschirmen. Außerdem haben die Anbieter die Akkulaufzeit deutlich verbessert, viele Netbooks schaffen schon sieben bis neun Stunden.

Das X120 von LG kommt auf sieben Stunden und ist mit der neuen Smart-Link-Software ausgestattet. Damit können Anwender im Heimnetzwerk auf optische Laufwerke zugreifen, die in anderen Rechnern installiert sind. Zur Ausstattung des 300 Euro teuren Rechners gehören außerdem eine ergonomische Tastatur und eine Webcam für Videokonferenzen. Acers Modell Aspire one 75 ist zum längeren Tippen ein wenig besser geeignet, da der Bildschirm 11,6 Zoll in der Diagonalen misst. Das 400-Euro-Modell verfügt über eine Festplatte mit 160 Gigabyte Platz für Daten.

Toshiba zeigt auf der Ifa mit dem Mini NB200 ein Netbook mit gleicher Größe, jedoch einer Laufzeit von beeindruckenden 8,5 Stunden. Trotz seiner geringen Größe bietet das Gerät große Tasten für entspanntes Tippen. Da Notebooks, die viel bewegt werden, Gefahren wie Stürze oder Erschütterungen drohen, verfügt der Rechner über einen 3-D-Bewegungssensor. Ab einer gewissen Fallgeschwindigkeit bringt eine Mechanik den Festplattenkopf in eine sichere Position und schützen so vor Datenverlust.

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