Photokina: Es gibt tatsächlich noch neue Kamera-Funktionen

16. Oktober 2008

Welt am Sonntag, Welt-Online 22.09.2008

Von Guido Nedden und Helge Denker

Eine Fotokamera macht einfach nur Fotos, sollte man meinen. Doch die Hersteller beweisen zur Photokina-Messe, dass ihre Produkte noch lange nicht ausgereizt sind: Neue Modelle zeichnen die menschliche Haut glatt, schießen hochauflösende Videos und verwischen die Grenze zwischen Spiegelreflex- und Kompaktkamera.

Zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras (SR) lässt sich kaum noch unterscheiden. Der wesentliche Unterschied besteht nur noch darin, dass SR-Kameras das Motiv über einen Spiegel auf eine Mattscheibe lenken, damit der Fotograf es mit dem Objektiv betrachten kann. Doch ansonsten verwischen die Grenzen. Zum einen ist der Übergang durch eine neue Produktklasse fließend geworden. Diese sogenannten Bridgekameras verfügen zwar über ein Wechselobjektiv wie SR-Apparate, sie sind aber weniger leistungsstark, flexibel und günstiger. Zum anderen bietet Panasonic als technische Neuheit eine kompakte Digitalkamera an, die sich mit Wechselobjektiven nutzen lässt – ein Merkmal von SR-Modellen.

Die Lumix DMC-G1 wiegt nur 380 Gramm und kommt auf eine Auflösung von 12,1 Megapixeln. Sie beherrscht Gesichtserkennung sowie einen schnellen Autofokus, der die Schärfe der Aufnahme schon vor dem Andrücken des Auslösers berechnet. Das Besondere ist jedoch: Mithilfe eines Adapters lassen sich herkömmliche Objektive des Four-Thirds-Systems anschließen. Four-Thirds beschreibt einen vor allem auf SR-Kameras abgestimmten Standard.

Dieser Standard bestimmt neben Sensorausmaßen und Kommunikationsprotokollen auch das Objektivbajonett. Im November kommt die Lumix DMC-G1 wohl in den Handel. Doch nicht nur zwischen den Klassen der Kompakt- sowie der SR-Kameras gibt es Innovationen, auch in den Klassen selbst stellen die Hersteller auf der Photokina Innovationen vor.

Die SR-Modelle sind mit weiteren Funktionen ausgestattet worden, eine Kamera kann sogar Videos aufzeichnen – in dieser Klasse gab es das bisher noch nicht. Bei den Kompaktmodellen schaffen schon Einsteigergeräte häufig Bildauflösungen von zehn und mehr Megapixeln. Die Steuerung fällt dank Autofokus und eingebauter Assistenten leicht. Mit Bildstabilisatoren gibt es kaum noch verwackelte Aufnahmen.

Casio EX-Z300: Mit dem von Casio eingebauten, neuen Bildprozessor Exilim Engine 3.0 kann die EX-Z300 automatisch dunkle Umgebungen oder Nachtszenen erkennen. Ganz ohne Stativ verringert die Kompaktkamera mögliche Verwacklungen und sorgt für helle, scharfe Porträts und Nachtaufnahmen. Sie erkennt und korrigiert automatisch die Aufnahmen, die unter schwierigen Lichtverhältnissen aufgenommen worden sind. Dazu zählen auch Gegenlichtaufnahmen von Personen, bei denen häufig die Gesichter zu dunkel erscheinen.

Casio hat sich auf Personenfotos konzentriert. So gibt es eine “Make Up Shot”-Funktion. Damit sieht die Haut der aufgenommenen Person glatter aus. Gleichzeitig sind weniger durch starkes Sonnenlicht oder Lichteinstrahlung verursachte Schatten im Gesicht zu sehen. Die Funktion lässt sich in zwölf Stufen – von leicht bis stark – einstellen.

Der Anwender kann das Ergebnis jeweils während der Aufnahme im drei Zoll großen Farbdisplay einsehen. Videos in hoher Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln kann die Casio-Kamera außerdem aufnehmen. Sie nutzt dabei den Videostandard H.264, mit dem Videos nach neuer Kompressionstechnologie gedreht werden können.

Olympus µ1050 SW: Diese Kompaktkamera ist wasserdicht bis zu drei Meter Tiefe und frostsicher bis zu minus zehn Grad Celsius. Für die Anwendung in solcher Kälte hat sie der Hersteller mit der “Tab-Control”-Funktion für die Nutzung mit dickem Handschuh produziert. Darüber lassen sich Kamerafunktionen durch Antippen seitlich und oben am Kameragehäuse steuern. So können der Quick-View-Modus aktiviert, Bilder angeschaut und Blitz oder Schattenaufhellung per Berührung genutzt werden.

Wer schöne Landschaften in ihrer ganzen Breite aufnehmen möchte, kann die Panorama-Funktion nutzen. Dabei werden einzelne Aufnahmen automatisch zu einem 130-Grad-Panorama zusammengefügt. Der Fotograf muss lediglich den ersten Bildausschnitt festlegen und einmal auslösen. Wird die Kamera danach in eine Richtung bewegt, erscheint eine Zielmarke. Sobald sich diese im Fadenkreuz auf dem Display zeigt, löst die Kamera automatisch aus. Im Lieferumfang ist ein Adapter enthalten, um xD-Picture- und microSD-Cards als Speichermedien einzusetzen.

Nikon D90: Im wachsenden Markt der Spiegelreflexkameras beanspruchen Canon und Nikon etwa die Hälfte des Marktes für sich. Diese Kameraklasse ist durch die wechselbaren Objektive und Systemzubehör besonders flexibel, kostet aber deutlich mehr als eine Kompaktkamera. Der Möglichkeit, das Bild bei der Aufnahme genau zu gestalten und zu kontrollieren, durch den Sucher oder über den Bildschirm, steht ein relativ hohes Gewicht gegenüber.

Die Nikon D90 ist eine echte Messeneuheit. Die Mittelklasse-Kamera erinnert in der Bedienung an die halbprofessionelle D300 und bietet viel Ausstattung zu einem attraktiven Preis. Eine Aufnahme zerlegt die D90 in 12,3 Millionen Bildpunkte. Damit sind extreme Bildvergrößerungen und großformatige Abzüge kein Problem. Das unkomprimierte Bildformat RAW soll beste Bildqualität bieten. Bilder lassen sich über den großen Drei-Zoll-Monitor auch während der Aufnahme als Liveview gut kontrollieren.

Die Belichtungsautomatik reicht von 30 Sekunden bis zu einer 1/4000 Sekunde, die Empfindlichkeit von 100 bis 6400 ISO. Damit sind auch scharfe Aufnahmen bei sehr wenig Licht und ohne Blitz möglich. Dank sehr kurzer Auslöseverzögerung schafft die Nikon bis zu 4,5 Bilder pro Sekunde. Interessant ist die Möglichkeit, Videos in hoher Auflösung aufzunehmen.

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Das ist in dieser Kameraklasse eine echte Neuheit. Dabei wird der Ton jedoch nur in Mono aufgezeichnet. Bilder und Videos lassen sich über eine HDMI-Schnittstelle auf einen Fernseher übertragen oder auf einer SD-Karte mit hoher Kapazität speichern (SDHC). SanDisk bietet zur Messe die ersten, extraschnellen SDHC-Karten an, die für die großen Datenströme der D90 gerüstet sind.

Samsung GX-20: Mit der GX-20 tritt Samsung erstmals mit einer Spiegelreflexkamera auf, um mit Nikon und Canon zu konkurrieren. Doch der Systemwechsel fällt vielen Fotografen schwer, wenn sie nicht nur Kamera und Objektiv, sondern auch ihr Zubehör neu kaufen müssen. An die GX-20 lassen sich daher nicht nur Objektive mit Samsung-Logo anschließen, sondern alle, die an ein Pentax-KAF-Bajonett passen. Samsung bietet sie mit Weitwinkel- und Telezoom an. Für Videoaufzeichnung taugt die GX-20 nicht.

Die GX-20 löst Bilder in 14,6 Millionen Punkte auf, etwas mehr als die Nikon. In der Praxis macht das aber kaum einen Unterschied. Auch bei der GX-20 stehen RAW- und Jpeg-Format zur Wahl. Der Monitor ist etwas kleiner als bei der Nikon und bietet eine gröbere Auflösung, ist aber für die schnelle Bildbeurteilung völlig ausreichend. Das klappt auch vor und während der Aufnahme im Liveview-Modus. Bis zu drei Bilder pro Sekunde sind im Serienbild-Modus möglich. Mit 710 Gramm ist die Samsung-Kamera zwar recht schwer, liegt damit aber ruhig in der Hand.

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Photokina – World Of Imaging: Praktische Alleskönner

16. Oktober 2008

Welt am Sonntag, Welt-Online 21.09.2008

Von Guido Nedden und Helge Denker

Egal ob kompakt oder Spiegelreflex: Die neuen Fotoapparate beherrschen Hunderte Funktionen. Ein Überblick der interessantesten auf der Photokina vorgestellten Modelle

Zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras (SR) lässt sich kaum noch unterscheiden. Der wesentliche Unterschied besteht nur noch darin, dass SR-Kameras das Motiv über einen Spiegel auf eine Mattscheibe lenken, damit der Fotograf es mit dem Objektiv betrachten kann. Doch ansonsten verwischen die Grenzen. Zum einen ist der Übergang durch eine neue Produktklasse fließend geworden. Diese Bridgekameras verfügen zwar über ein Wechselobjektiv wie SR-Apparate, sie sind aber weniger leistungsstark, flexibel und günstiger. Zum anderen bietet Panasonic als technische Neuheit eine kompakte Digitalkamera an, die sich mit Wechselobjektiven nutzen lässt – ein Merkmal von SR-Modellen.

Die Lumix DMC-G1 wiegt nur 380 Gramm und kommt auf eine Auflösung von 12,1 Megapixeln. Sie beherrscht Gesichtserkennung sowie einen schnellen Autofokus, der die Schärfe der Aufnahme schon vor dem Andrücken des Auslösers berechnet. Das Besondere ist jedoch: Mithilfe eines Adapters lassen sich herkömmliche Objektive des Four-Thirds-Systems anschließen. Four-Thirds beschreibt einen vor allem auf SR-Kameras abgestimmten Standard.

Dieser Standard bestimmt neben Sensorausmaßen und Kommunikationsprotokollen auch das Objektivbajonett. Im November kommt die Lumix DMC-G1 wohl in den Handel. Doch nicht nur zwischen den Klassen der Kompakt- sowie der SR-Kameras gibt es Innovationen, auch in den Klassen selbst stellen die Hersteller auf der Photokina Innovationen vor.

Die SR-Modelle sind mit weiteren Funktionen ausgestattet worden, eine Kamera kann sogar Videos aufzeichnen – in dieser Klasse gab es das bisher noch nicht. Bei den Kompaktmodellen schaffen schon Einsteigergeräte häufig Bildauflösungen von zehn und mehr Megapixeln. Die Steuerung fällt dank Autofokus und eingebauter Assistenten leicht. Mit Bildstabilisatoren gibt es kaum noch verwackelte Aufnahmen.

Casio EX-Z300

Mit dem von Casio eingebauten, neuen Bildprozessor Exilim Engine 3.0 kann die EX-Z300 automatisch dunkle Umgebungen oder Nachtszenen erkennen. Ganz ohne Stativ verringert die Kompaktkamera mögliche Verwacklungen und sorgt für helle, scharfe Porträts und Nachtaufnahmen. Sie erkennt und korrigiert automatisch die Aufnahmen, die unter schwierigen Lichtverhältnissen aufgenommen worden sind. Dazu zählen auch Gegenlichtaufnahmen von Personen, bei denen häufig die Gesichter zu dunkel erscheinen.

Casio hat sich auf Personenfotos konzentriert. So gibt es eine “Make Up Shot”-Funktion. Damit sieht die Haut der aufgenommenen Person glatter aus. Gleichzeitig sind weniger durch starkes Sonnenlicht oder Lichteinstrahlung verursachte Schatten im Gesicht zu sehen. Die Funktion lässt sich in zwölf Stufen – von leicht bis stark – einstellen.

Der Anwender kann das Ergebnis jeweils während der Aufnahme im drei Zoll großen Farbdisplay einsehen. Videos in hoher Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln kann die Casio-Kamera außerdem aufnehmen. Sie nutzt dabei den Videostandard H.264, mit dem Videos nach neuer Kompressionstechnologie gedreht werden können.

Olympus µ1050 SW

Diese Kompaktkamera ist wasserdicht bis zu drei Meter Tiefe und frostsicher bis zu minus zehn Grad Celsius. Für die Anwendung in solcher Kälte hat sie der Hersteller mit der “Tab-Control”-Funktion für die Nutzung mit dickem Handschuh produziert. Darüber lassen sich Kamerafunktionen durch Antippen seitlich und oben am Kameragehäuse steuern. So können der Quick-View-Modus aktiviert, Bilder angeschaut und Blitz oder Schattenaufhellung per Berührung genutzt werden.

Wer schöne Landschaften in ihrer ganzen Breite aufnehmen möchte, kann die Panorama-Funktion nutzen. Dabei werden einzelne Aufnahmen automatisch zu einem 130-Grad-Panorama zusammengefügt. Der Fotograf muss lediglich den ersten Bildausschnitt festlegen und einmal auslösen. Wird die Kamera danach in eine Richtung bewegt, erscheint eine Zielmarke. Sobald sich diese im Fadenkreuz auf dem Display zeigt, löst die Kamera automatisch aus. Im Lieferumfang ist ein Adapter enthalten, um xD-Picture- und microSD-Cards als Speichermedien einzusetzen.

Nikon D90

Im wachsenden Markt der Spiegelreflexkameras beanspruchen Canon und Nikon etwa die Hälfte des Marktes für sich. Diese Kameraklasse ist durch die wechselbaren Objektive und Systemzubehör besonders flexibel, kostet aber deutlich mehr als eine Kompaktkamera. Der Möglichkeit, das Bild bei der Aufnahme genau zu gestalten und zu kontrollieren, durch den Sucher oder über den Bildschirm, steht ein relativ hohes Gewicht gegenüber.

Die Nikon D90 ist eine echte Messeneuheit. Die Mittelklasse-Kamera erinnert in der Bedienung an die halbprofessionelle D300 und bietet viel Ausstattung zu einem attraktiven Preis. Eine Aufnahme zerlegt die D90 in 12,3 Millionen Bildpunkte. Damit sind extreme Bildvergrößerungen und großformatige Abzüge kein Problem. Das unkomprimierte Bildformat RAW soll beste Bildqualität bieten. Bilder lassen sich über den großen Drei-Zoll-Monitor auch während der Aufnahme als Liveview gut kontrollieren.

Die Belichtungsautomatik reicht von 30 Sekunden bis zu einer 1/4000 Sekunde, die Empfindlichkeit von 100 bis 6400 ISO. Damit sind auch scharfe Aufnahmen bei sehr wenig Licht und ohne Blitz möglich. Dank sehr kurzer Auslöseverzögerung schafft die Nikon bis zu 4,5 Bilder pro Sekunde. Interessant ist die Möglichkeit, Videos in hoher Auflösung aufzunehmen.

Das ist in dieser Kameraklasse eine echte Neuheit. Dabei wird der Ton jedoch nur in Mono aufgezeichnet. Bilder und Videos lassen sich über eine HDMI-Schnittstelle auf einen Fernseher übertragen oder auf einer SD-Karte mit hoher Kapazität speichern (SDHC). SanDisk bietet zur Messe die ersten, extraschnellen SDHC-Karten an, die für die großen Datenströme der D90 gerüstet sind.

Samsung GX-20

Mit der GX-20 tritt Samsung erstmals mit einer Spiegelreflexkamera auf, um mit Nikon und Canon zu konkurrieren. Doch der Systemwechsel fällt vielen Fotografen schwer, wenn sie nicht nur Kamera und Objektiv, sonder auch ihr Zubehör neu kaufen müssen. An die GX-20 lassen sich daher nicht nur Objektive mit Samsung-Logo anschließen, sondern alle, die an ein Pentax-KAF-Bajonett passen. Samsung bietet sie mit Weitwinkel- und Telezoom an. Für Videoaufzeichnung taugt die GX-20 nicht.

Die GX-20 löst Bilder in 14,6 Millionen Punkte auf, etwas mehr als die Nikon. In der Praxis macht das aber kaum einen Unterschied. Auch bei der GX-20 stehen RAW- und Jpeg-Format zur Wahl. Der Monitor ist etwas kleiner als bei der Nikon und bietet eine gröbere Auflösung, ist aber für die schnelle Bildbeurteilung völlig ausreichend. Das klappt auch vor und während der Aufnahme im Liveview-Modus. Bis zu drei Bilder pro Sekunde sind im Serienbild-Modus möglich. Mit 710 Gramm ist die Samsung-Kamera zwar recht schwer, liegt damit aber ruhig in der Hand.

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Kameras für Urlauber – die gute Fotos wollen

3. Juli 2008

Welt am Sonntag, Welt-Online 15.06.2008

Von Helge Denker und Guido Nedden

Mehr als Schnappschüsse dürfen es im Urlaub schon sein. Für scharfe, gut ausgeleuchtete Aufnahmen mit Farbtreue reichen viele Kompaktmodelle jedoch nicht aus. Deswegen haben die Hersteller Brigde-Kameras erfunden. Wir stellen vier Modelle namhafter Firmen vor.

Urlauber wollen oft zwar wenig Ausrüstung mitschleppen, aber zugleich gute Fotos in den Ferien machen – mehr als nur Schnappschüsse. Spiegelreflexkameras erfüllen diese Kriterien, sind wegen ihrer Größe und des Zubehörs für die Reise aber nur bedingt geeignet. Die Hersteller bieten daher die neue Produktkategorie der Bridge-Kameras an, die eine Brücke zwischen leichten und leistungsstarken Modellen bilden sollen.
Von den Leistungsdaten her erreichen sie fast das Niveau digitaler Spiegelreflexkameras (DSLR), sie sind aber mit einem fest montierten Zoomobjektiv ausgestattet, das Weitwinkel bis Tele abdeckt. Zum Teil lassen sich diese Bridge-Objektive auch manuell einstellen. Die Kameras kosten zwischen 300 und 700 Euro und sind damit oft günstiger als ein DSLR-Modell für Einsteiger mit Zoomobjektiv, das ab etwa 600 Euro zu haben ist. Dafür bieten Brücken-Kameras ähnliche Einstell- und Belichtungsmöglichkeiten wie DSLRs. Standard sind zudem kurze Auslöseverzögerungen und schnelle Bildverarbeitung.
Zu den Pluspunkten der Bridge-Modelle zählt auch der hochauflösende Monitorsucher, der über die Liveview-Funktion den aktuellen Bildausschnitt anzeigen kann. Da ihr Gehäuse immer geschlossen bleibt, ist der Sensor besser vor Spritzwasser und Staubteilchen geschützt. Die Kameras können darüber hinaus recht effektiv Verzeichnungen, Farbsäume und Randabdunklungen korrigieren.

Im Gegensatz zu DSLR-Modellen zeichnen Bridge-Kameras Videoclips mit Ton in einfacher bis guter Bildqualität auf. Zwar können sie keinen Camcorder ersetzen, für kurze Videoclips vom Strand reicht die Technik aber aus. Gegen verwackelte Bilder hilft ein Bildstabilisator, der bei allen vier Kameras im Vergleich auf optischer Basis arbeitet und daher nicht die Bildqualität oder die Auflösung verschlechtert.

Fuji Finepix S100FS

Die Kamera verfügt neben einem Objektiv mit manuellem Zoomring über zahlreiche Tasten für individuelle Einstellungen. Ihr CCD-Bildsensor mit 2/3 Zoll großer Flächendiagonale, ihr sehr weiter Dynamikumfang sowie das lichtstarke Objektiv mit 14-fachem Zoom machen sie vor allem für Hobbyfotografen mit professionellen Ansprüchen interessant.
Mit 11,1 Megapixel Auflösung kann die Kamera jedes Bilddetail erfassen, auch starke, nachträgliche Bildvergrößerungen sind damit kein Problem. Das Fujinon-Objektiv der S100FS mit 14-fachem Optik-Zoom bietet einen sehr großen Brennweitenbereich von 28 bis 400 Millimetern und eine Lichtstärke von F/2.8 bis F/5.3. Das Objektiv ist fest mit dem Kameragehäuse verbunden. Staubteilchen können dadurch nicht eindringen.

Casio Exilim Pro EX-F1

Als einzige Kamera im Vergleich besitzt sie einen neuen CMOS-Sensor und schnellen LSI-Bildprozessor. Sie hat sechs Megapixel Auflösung und einen zwölffachen, optischen Zoom. Die Hochgeschwindigkeitskamera ist unter anderem für Hobbyfotografen gedacht, die schnelle Bewegungen aufnehmen möchten. Damit lassen sich 60 Fotos pro Sekunde aufnehmen. Selbst sehr schnelle Bewegungen, die das menschliche Auge ohne Hilfe nicht wahrnimmt, können damit wie in Zeitlupe festgehalten werden.

Die Kamera nimmt in dem Modus auch Bilder auf, bevor der Fotograf den Auslöser drückt. Fast 60 Aufnahmen passen in ihren Pufferspeicher. Der Vorteil: Selbst wenn der Auslöser etwas zu spät gedrückt wird, lässt sich der entscheidende Moment festhalten. Der Blitz leuchtet bis zu 20 Aufnahmen bei sieben Bildern pro Sekunde aus. Die zusätzlich eingebaute Leuchtdiode schafft zwischen zehn und 60 Bilder pro Sekunde.

Kodak EasyShare Z1012 IS

Mit 325 Gramm ist die Kodak-Kamera wesentlich leichter als die anderen Modelle im Vergleich. Mit zehn Megapixeln bietet sie eine hohe Auflösung, und die Bildpunkte sind auf dem Bildsensor ausreichend groß, um Bild- und Farbrauschen zu verringern. Die Auslöseverzögerung liegt bei 1,3 Sekunden, einem hohen Wert im Vergleich mit Casios Schnellfeuerkamera. Die hohe Empfindlichkeit von 6400 ISO machen stimmungsvolle Aufnahmen ohne Blitz bei schlechten Lichtverhältnissen möglich.

Mit ihrem zwölffachen Zoom sowie 33 bis 396 Millimeter Brennweite ist die Kamera für fast jede Aufnahmeposition geeignet. Ein optischer Bildstabilisator soll gegen Verwackler helfen. Interessant ist die Möglichkeit, Mpeg-4-Videos mit Ton aufzuzeichnen, die sich auf SD-Karte speichern und auf dem Fernseher wiedergeben lassen. Einen klassischen, hochwertigen Camcorder kann diese Funktion jedoch nicht ersetzten.

Panasonic DMC-FZ50

Die FZ50 ist Panasonics meistverkaufte Bridge-Kamera. Sie löst Bilder mit gut zehn Millionen Pixeln auf und kann auch Videos mit höchstens 0,4 Megapixeln aufzeichnen. Ihr zwölffacher, optischer Zoom mit Bildstabilisator reicht von umgerechnet 35 Millimeter Weitwinkel bis 420 Millimeter Tele. Das Objektiv ist mit F/2,8 bis F/3,7 das lichtstärkste des Vergleiches. Dadurch müssen Fotografen den Blitz seltener einsetzen. Die wählbare Empfindlichkeit zwischen 100 und 3200 ISO ist für die meisten Situationen vollkommen ausreichend, um mit dem vorhandenen Licht gute Fotos zu machen.
Einziger Schwachpunkt ist der Bildschirm. Das Display ist mit zwei Zoll in der Diagonale zu klein geraten, um Bilder sofort nach der Aufnahme gut beurteilen zu können. Fotografen sollten immer mehrere Aufnahmen eines Motivs machen. Ansonsten sehen sie erst am Computer oder am Fernseher, dass die meisten Urlaubsbilder leider unscharf geworden sind.
Bridge-Kameras

Darauf ist beim Kauf zu achten

Bedienung

* Bei den Bridge-Modellen hilft nicht nur ein Sucher dabei, den Bildausschnitt zu erfassen. Über Liveview ist das Motiv auch im Bildschirm zu erkennen. Das Display sollte hochauflösend, hell und groß sein. Wichtig ist, zu prüfen, ob alle Bedienungsknöpfe einfach zu erreichen sind, ohne dass der Fotograf das Auge vom Motiv nehmen muss. Wichtig ist auch, einen externen Blitz anschließen zu können.

Bildqualität

* Aufgrund der Bauweise von Bridge-Kameras kann der Auslöser weit vorn am Gehäuse platziert sein. Der Weg zum Auslöser sowie der Druckpunkt der Taste sind entscheidend für die Bildqualität. Der Autofokus sollte schnell scharfstellen. Bei den festmontierten Objektiven von Bridge-Kameras sind lichtstarke Modelle vorteilhaft, da sie Verschlusszeiten verkürzen.

Kleine Kameras, große Fotos

3. Juli 2008

Welt am Sonntag, Welt-Online 15.06.2008

Von Helge Denker und Guido Nedden

Serie über Elektronik für die Reise, 7. und letzter Teil: Kameras zwischen Kompakt- und Spiegelreflexmodellen. Geeignet sind sie für Urlauber, die wenig schleppen, aber gute Fotos machen wollen

Mehr als Schnappschüsse dürfen es im Urlaub schon sein. Für scharfe, gut ausgeleuchtete Aufnahmen mit Farbtreue reichen viele Kompaktmodelle jedoch nicht aus. Spiegelreflexkameras erfüllen diese Kriterien, sind wegen ihrer Größe und des Zubehörs für die Reise aber nur bedingt geeignet. Die Hersteller bieten daher die neue Produktkategorie der Bridge-Kameras an, die eine Brücke zwischen leichten und leistungsstarken Modellen bilden sollen.

Von den Leistungsdaten her erreichen sie fast das Niveau digitaler Spiegelreflexkameras (DSLR), sie sind aber mit einem fest montierten Zoomobjektiv ausgestattet, das Weitwinkel bis Tele abdeckt. Zum Teil lassen sich diese Bridge-Objektive auch manuell einstellen. Die Kameras kosten zwischen 300 und 700 Euro und sind damit oft günstiger als ein DSLR-Modell für Einsteiger mit Zoomobjektiv, das ab etwa 600 Euro zu haben ist. Dafür bieten Brücken-Kameras ähnliche Einstell- und Belichtungsmöglichkeiten wie DSLRs. Standard sind zudem kurze Auslöseverzögerungen und schnelle Bildverarbeitung.

Zu den Pluspunkten der Bridge-Modelle zählt auch der hochauflösende Monitorsucher, der über die Liveview-Funktion den aktuellen Bildausschnitt anzeigen kann. Da ihr Gehäuse immer geschlossen bleibt, ist der Sensor besser vor Spritzwasser und Staubteilchen geschützt. Die Kameras können darüber hinaus recht effektiv Verzeichnungen, Farbsäume und Randabdunklungen korrigieren.

Im Gegensatz zu DSLR-Modellen zeichnen Bridge-Kameras Videoclips mit Ton in einfacher bis guter Bildqualität auf. Zwar können sie keinen Camcorder ersetzen, für kurze Videoclips vom Strand reicht die Technik aber aus. Gegen verwackelte Bilder hilft ein Bildstabilisator, der bei allen vier Kameras im Vergleich auf optischer Basis arbeitet und daher nicht die Bildqualität oder die Auflösung verschlechtert.

Fuji Finepix S100FS

Die Kamera verfügt neben einem Objektiv mit manuellem Zoomring über zahlreiche Tasten für individuelle Einstellungen. Ihr CCD-Bildsensor mit 2/3 Zoll großer Flächendiagonale, ihr sehr weiter Dynamikumfang sowie das lichtstarke Objektiv mit 14-fachem Zoom machen sie vor allem für Hobbyfotografen mit professionellen Ansprüchen interessant.

Mit 11,1 Megapixel Auflösung kann die Kamera jedes Bilddetail erfassen, auch starke, nachträgliche Bildvergrößerungen sind damit kein Problem. Das Fujinon-Objektiv der S100FS mit 14-fachem Optik-Zoom bietet einen sehr großen Brennweitenbereich von 28 bis 400 Millimetern und eine Lichtstärke von F/2.8 bis F/5.3. Das Objektiv ist fest mit dem Kameragehäuse verbunden. Staubteilchen können dadurch nicht eindringen.

Casio Exilim Pro EX-F1

Als einzige Kamera im Vergleich besitzt sie einen neuen CMOS-Sensor und schnellen LSI-Bildprozessor. Sie hat sechs Megapixel Auflösung und einen zwölffachen, optischen Zoom. Die Hochgeschwindigkeitskamera ist unter anderem für Hobbyfotografen gedacht, die schnelle Bewegungen aufnehmen möchten. Damit lassen sich 60 Fotos pro Sekunde aufnehmen. Selbst sehr schnelle Bewegungen, die das menschliche Auge ohne Hilfe nicht wahrnimmt, können damit wie in Zeitlupe festgehalten werden.

Die Kamera nimmt in dem Modus auch Bilder auf, bevor der Fotograf den Auslöser drückt. Fast 60 Aufnahmen passen in ihren Pufferspeicher. Der Vorteil: Selbst wenn der Auslöser etwas zu spät gedrückt wird, lässt sich der entscheidende Moment festhalten. Der Blitz leuchtet bis zu 20 Aufnahmen bei sieben Bildern pro Sekunde aus. Die zusätzlich eingebaute Leuchtdiode schafft zwischen zehn und 60 Bilder pro Sekunde.

Kodak EasyShare Z1012 IS

Mit 325 Gramm ist die Kodak-Kamera wesentlich leichter als die anderen Modelle im Vergleich. Mit zehn Megapixeln bietet sie eine hohe Auflösung, und die Bildpunkte sind auf dem Bildsensor ausreichend groß, um Bild- und Farbrauschen zu verringern. Die Auslöseverzögerung liegt bei 1,3 Sekunden, einem hohen Wert im Vergleich mit Casios Schnellfeuerkamera. Die hohe Empfindlichkeit von 6400 ISO machen stimmungsvolle Aufnahmen ohne Blitz bei schlechten Lichtverhältnissen möglich.

Mit ihrem zwölffachen Zoom sowie 33 bis 396 Millimeter Brennweite ist die Kamera für fast jede Aufnahmeposition geeignet. Ein optischer Bildstabilisator soll gegen Verwackler helfen. Interessant ist die Möglichkeit, Mpeg-4-Videos mit Ton aufzuzeichnen, die sich auf SD-Karte speichern und auf dem Fernseher wiedergeben lassen. Einen klassischen, hochwertigen Camcorder kann diese Funktion jedoch nicht ersetzten.

Panasonic DMC-FZ50

Die FZ50 ist Panasonics meistverkaufte Bridge-Kamera. Sie löst Bilder mit gut zehn Millionen Pixeln auf und kann auch Videos mit höchstens 0,4 Megapixeln aufzeichnen. Ihr zwölffacher, optischer Zoom mit Bildstabilisator reicht von umgerechnet 35 Millimeter Weitwinkel bis 420 Millimeter Tele. Das Objektiv ist mit F/2,8 bis F/3,7 das lichtstärkste des Vergleiches. Dadurch müssen Fotografen den Blitz seltener einsetzen. Die wählbare Empfindlichkeit zwischen 100 und 3200 ISO ist für die meisten Situationen vollkommen ausreichend, um mit dem vorhandenen Licht gute Fotos zu machen.

Einziger Schwachpunkt ist der Bildschirm. Das Display ist mit zwei Zoll in der Diagonale zu klein geraten, um Bilder sofort nach der Aufnahme gut beurteilen zu können. Fotografen sollten immer mehrere Aufnahmen eines Motivs machen. Ansonsten sehen sie erst am Computer oder am Fernseher, dass die meisten Urlaubsbilder leider unscharf geworden sind.

=> Welt-Online


Vier kompakte Digitalkameras im Vergleich

11. Februar 2008

Welt am Sonntag und Welt-Online, 20.01.2008

Selbst Einsteigermodelle liefern gute Bilder und bieten zahlreiche Zusatzfunktionen. Für Urlaubsfotos reichen die günstigen Apparate vollkommen aus. Nicht jedes technische Detail ist jedoch sinnvoll.

Von Helge Denker und Guido Nedden

Kompaktkameras, bei denen Gehäuse und Zoomobjektiv fest miteinander verbunden sind, gehören zu den meistverkauften Fotoapparaten und Elektronikprodukten überhaupt. Fast sechs Millionen Kompaktkameras haben die Hersteller und Anbieter allein im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft. Im Durchschnitt gab der Kunde knapp 200 Euro für seine Digitalkamera aus.

Am beliebtesten sind derzeit Kameramodelle mit sieben bis acht Megapixel Auflösung, auch wenn die Unternehmen bereits Modelle mit zwölf Megapixeln und mehr anbieten. Zu den beliebtesten und meistverkauften Kompaktkameras gehören Canons Digital Ixus, Kodaks EasyShare C613, Sonys Cybershot DSC-W55 sowie Samsungs Digimax S750. Canon, Sony und Samsung lösen Bilder mit mehr als sieben Millionen Bildpunkten auf, Kodak bietet knapp ein Megapixel weniger.

Ixus 70
Canon hat bereits mehr als 25 000 Kameras des Modells Digital Ixus 70 verkauft. Das kompakte Metallgehäuse der Ixus ist lediglich 19,4 Millimeter tief und liegt erstaunlich gut in der Hand. Der erste Eindruck der hochwertigen Verarbeitung täuscht nicht, das Gehäuse ist äußerst widerstandsfähig. Das 2,5 Zoll große Display mit Flüssigkristallen (LCD) verfügt über eine besondere Schicht, die Lichtreflektionen verhindert. Dadurch ist auch bei Sonneneinstrahlung sehr gut zu erkennen, was der Bildschirm anzeigt.

Mit einer Auflösung von 7,1 Megapixeln und einem recht leistungsfähigen Bildstabilisator lassen sich gute Aufnahmen machen. Die vom Hersteller sogenannte Face Detection, die automatische Gesichtserkennung, gehört bei vielen Anbietern mittlerweile zum Standard. Die Software markiert ein Gesicht im LC-Display mit einem Rahmen und stimmt Fokus und Belichtung automatisch darauf ab. Das Canon-Modell erkennt Gesichter auch aus größeren Entfernungen. Zum Blitzeinsatz liefert das Programm auch ausreichend Informationen, um rote Augen auf den Aufnahmen sicher zu erkennen und sie zu korrigieren. Dieses Verfahren lässt sich gleich nach der Aufnahme bei der Bildwiedergabe auf dem kleinen LC-Bildschirm starten.

Darüber hinaus passt die Software die Helligkeit des Blitzes an die Gesichter im Bild an. Solange nicht zu viele Gesichter zu sehen sind, funktioniert diese Automatik recht gut. Bei einer Gruppenaufnahme aber ist das Programm in den meisten Fällen überfordert.

Die Ixus 70 ist außerdem nur wenig lichtempfindlich. Das ist gerade dann hilfreich, wenn der Fotograf Aufnahmen trotz dunkler Umgebung ohne Blitz macht, um die Stimmung und Atmosphäre nicht zu zerstören. In diesen kritischen Lichtsituationen ist auch die in dem Canon-Modell eingebaute Auto-Iso-Shift-Funktion durchaus nützlich. Sobald die Kamera eine Verwacklungsgefahr erkennt, kann der Benutzer mit einem Knopfdruck die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Das Ergebnis ist eine deutlich kürzere Verschlusszeit.

Mit einer Zeitrafferfunktion lassen sich lange Szenen wie ein Sonnenuntergang, vorbeiziehende Wolken oder sich öffnende Blüten über einen längeren Zeitraum in Einzelbildern fotografieren und zu einem kurzen Video zusammensetzen. Die Kamera gibt diese Aufnahmen als flüssige Videosequenz in VGA-Qualität wieder. Die Auflösung mit 640 mal 480 Pixel liefert ausreichend gute Bilder.

Eine zweistündige Szene lässt sich so auf einen vierminütigen Kurzfilm verdichten. Canon legt seiner meistverkauften Digitalkamera einen Akku mit Ladegerät, Kabel für den Anschluss über USB und Video, eine 32 Megabyte große Speicherkarte und Software für Windows-PCs und Macintosh-Rechner bei.

EasyShare C613
Über eine gute Rauschunterdrückung sowie einen Verwacklungsschutz und eine Warnanzeige bei unscharfen Bildern verfügt Kodaks günstige Einsteigerkamera EasyShare C613. Sie schafft eine Auflösung von 6,2 Megapixeln. Zur vorinstallierten Software gehört ein Programm mit Bildausschnittfunktion. Videos mit Ton nimmt die Kodak EasyShare, je nach Kapazität der als Zubehör erhältlichen Speicherkarte, in fast 80 Minuten Länge auf. Kodak legt der EasyShare C613 zwei Alkalibatterien, ein USB-Kabel, Software für Windows und Mac-Betriebssysteme sowie eine Metallplatte für die Dockingstation bei. Diese Ladestation müssen Kunden jedoch extra bezahlen.

Cybershot DSC-W55
Mit 147 Gramm ist Sonys Cybershot DSC-W55 die schwerste Kamera im Vergleich zu den anderen drei vorgestellten Modellen. Zum Teil liegt das am robusten Aluminiumgehäuse, das Kratzer und Stöße sehr gut verträgt, ohne beschädigt zu werden. Wer seine Kamera häufig mit sich im Rucksack oder der Handtasche herumträgt und somit Wert auf eine widerstandsfähige Kamera legen sollte, ist mit dem Sony-Modell gut bedient.

Bilder löst die Cybershot mit 7,1 Millionen Pixeln auf, die auf einem kleinen Bildchip untergebracht sind. Mit einem optischen Zoombereich, der einer Kleinbildbrennweite von 38 bis 114 Millimetern entspricht, deckt sie Weitwinkel bis Tele gut ab. Der digitale, sechsfache Zoom sollte ausgeschaltet bleiben, da er die Bildqualität verschlechtert. Dafür sind mit der Cybershot DSC-W55 extreme Nahaufnahmen möglich. Angezeigt werden Bilder und Videos mit Ton auf dem mit 2,5 Zoll im Durchmesser recht großen Bildschirm. Bei hellem Licht ist der Sucher allerdings die bessere Wahl.

Mit 56 Megabyte ist der eingebaute Kameraspeicher recht groß, spielt aber in der Praxis keine Rolle, da die Kamera die Fotos auf einer Speicherkarte ablegt. Hier setzt Sony mit den in drei Varianten verfügbaren Memorysticks als Einziger auf eine eigene Lösung. Handelsübliche Batterien passen nicht in das Gehäuse der Kamera, nur der Akku aus eigenem Haus. Er soll bis zu 380 Bilder lang halten. Praktisch ist, dass der Akku seine Restlaufzeit minutengenau anzeigt

Digimax S750
Mit 7,1 Megapixeln und einem Zoombereich, der 35 bis 105 Millimetern beim Kleinbild entspricht, besitzt Samsungs Digimax S750 ebenfalls eine Funktion, um Gesichter erkennen zu können. Damit identifiziert die günstige Kamera zwar nicht, wer auf den Bildern zu sehen ist. Die Software registriert aber automatisch, wenn ein Gesicht fotografiert werden soll und belichtet es möglichst optimal.

Auch ein Bildstabilisator gehört zur Ausstattung der Digimax. Er s oll dafür sorgen, dass Bilder ohne Blitz nicht verwackeln, selbst wenn das Licht schwach ist und der Fotograf die Aufnahme ohne Stativ aus der freien Hand macht. Allerdings arbeitet Samsung hierbei mit einer Art Doppelbelichtung. Diese führt dazu, dass die Lichtempfindlichkeit angehoben und die Belichtungszeit verkürzt wird. Letztlich vergrößert sich allerdings das Bildrauschen, das dann rechnerisch unterdrückt werden muss. In der Folge dieses Verfahrens sinkt die Bildqualität.

Der Strom für die Fotos und Videos mit Ton stammt von zwei handelsüblichen Batterien. Das elegante Gehäuse der Kamera ist aus Plastik und wirkt nicht sehr robust, sorgt aber für vergleichsweise wenig Gewicht in der Reisetasche.

Auch bei den digitalen Kompaktmodellen überbieten sich die Hersteller mittlerweile mit hohen Megapixel-Werten für die Auflösung. Diese Zahlen haben in der Regel nichts zu bedeuten, andere Faktoren sind wesentlich wichtiger als die Anzahl der Bildpunkte. Dazu gehören die Qualität des Bildsensors, der Linse und des Objekts. Wichtig ist außerdem, wie gut die im Gehäuse verarbeitete Elektronik aufeinander abgestimmt ist.

Im Unterschied zu einer Fünf-Megapixel-Kamera zeigt ein Zehn-Megapixel-Modell das Foto in doppelt so vielen Bildpunkten. Das gilt sowohl für eine technisch gute als auch für eine technisch schlechte Aufnahme. Das schlechte Foto wird also nicht besser, aber die schlechte Qualität ist deutlicher zu sehen. Viele Megapixel haben außerdem den großen Nachteil, dass die Bilder mehr Platz auf der Speicherkarte oder der Festplatte beanspruchen und auf dem Sensor im Kameragehäuse mehr Hitze entwickeln. Für die Hersteller am wichtigsten ist jedoch, dass sie für mehr Megapixel mehr Geld nehmen können.

Kasten:

Darauf ist beim Kauf zu achten

ROBUSTHEIT
Wer seine digitale Kompaktkamera häufig bei sich trägt, sollte sich für ein Modell mit einem robusten Gehäuse, zum Beispiel aus Aluminium, entscheiden. Außerdem ist es ratsam, vor dem Kauf alle Schalter mehrfach auszuprobieren. Bei manchen Billig-Modellen fallen die Tasten nach wenigem Hin- und Herschalten ab.

OBJEKTIV
Wenig Aussagekraft hat der digitale Zoom. Am besten ist es sogar, ihn während der Benutzung ganz auszuschalten. Wichtiger ist es, dass die Kamera mindestens über einen dreifachen Optik-Zoom verfügt. Die fest eingebaute Linse sollte alle wichtigen Bereiche abdecken, vom Weitwinkel bis zum Tele.

DISPLAY
Mindestens zwei Zoll, etwa fünf Zentimeter, sollte der kleine Bildschirm im Gehäuse in der Diagonalen messen. Nur dann lässt sich sofort nach der Aufnahme beurteilen, wie gut die Fotos geworden sind. Ein Sucher sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Nur dann können Fotografen auch bei heller Sonne noch gute Aufnahmen machen.

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