Welt am Sonntag, Welt.de 29.08.2010
Von Guido Nedden
* Quattron: Der japanische TV-Hersteller Sharp fügt zur Dreifarbstruktur RGB (Rot, Grün und Blau) einen weiteren gelben Pixel hinzu (englisch Yellow: RGBY). Die Farbleuchtkraft nimmt zu, Hauttöne wirken realistischer. Soll Energie sparen, da gelbe Subpixel lichtdurchlässiger sind als andere.
* 400-(und mehr)-Hertz-Technik: Entscheidend ist zusätzlich zur Auflösung auch die Bildwiederholfrequenz, die in Hertz gemessen wird. Mittlerweile sind 400 Hertz Standard. Das soll für gestochen scharfe Optik auch bei rasanten Bildschwenks sorgen – vor allem bei Sportereignissen.
* Neues Ambilight: Philips spendiert seiner neuen 9000er LED-TV-Serie das Ambilight Spectra 3. Es erkennt die im Bild vorherrschenden Farben und projiziert das passende Umgebungslicht auf die Wand hinter dem Bildschirm. Durch den Effekt soll der Zuschauer tiefer ins Filmgeschehen eintauchen können. Das Licht passt sich sogar der Wandfarbe an.
* OLED: Die Organic Light Emitting Diode (organische, Licht ausstrahlende Diode) soll mit speziellen Farbstoffen brillantere Farben, höheren Kontrast, größere Blickwinkel bei geringem Energieverbrauch ermöglichen.
* CI+: Die TV-Hersteller haben das bisherige Common Interface (CI), Schnittstelle für digitales Fernsehen, in CI+ gewandelt. Die Schnittstelle wird für Entschlüsselungsmodule verwendet und sichert den Zugriff auf Digital-TV-Programme von Bezahlfernsehsendern.
* DVB-S2: Nachfolgestandard vom digitalen Satellitenfernsehen DVB-S (Digital Video Broadcasting Satellite). Über DVB-S2 können mehr Programme in besserer Qualität als über den Vorgängerstandard übertragen werden, denn er bietet rund 30 Prozent mehr Bandbreite. Grund für die Erneuerung des Standards ist de Start der Übertragung von Fernsehsendungen in hoher Auflösung (HDTV).
* DLNA (certified): Die Digital Living Network Alliance, ein Zusammenschluss von über 250 namhaften Firmen aus der Unterhaltungselektronik regelt die Weiterentwicklung des DLNA-Standards. Dies beinhaltet Richtlinien für das Zusammenspiel verschiedener IT- und Consumer-Electronics-Geräteklassen im Heimnetzwerk.
* SDXC-Card: Secure Digital eXtended Capacity ist der Nachfolger von SDHC (Secure Digital High Capacity). Diese Speicherkarten haben ein Volumen von bis zu zwei Terabyte und übertragen Daten mit bis zu 300 Megabyte pro Sekunde. Moderne Premiumfernseher verfügen über entsprechende Einschübe, um die Daten (meist Bilder oder Filme) direkt von der SDXC-Karte wiederzugeben.
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