Welt am Sonntag, Welt-Online 21.02.2010
Von Guido Nedden
Über Laptops im Wohnzimmer lassen sich Musik, Videos und Fernsehen steuern. Statt schmuckloser Rechenschachteln zum Aufklappen sind auf der Cebit nächste Woche formschöne Notebooks im edlen Karbongehäuse zu sehen. Sie sollen nicht nur den Schreibtisch-Computer ersetzen, sondern die ganze Multimedia-Vielfalt im Wohnzimmer steuern. Optisch auffällig ist vor allem, dass die auf der Cebit vorgestellten Notebooks noch flacher sind als derzeit verfügbare Modelle. Möglich wird dies durch neue Technik. Zum einen sind die zentralen Recheneinheiten und Prozessoren deutlich kleiner geworden, obwohl sie mehr leisten.
Statt schmuckloser Rechenschachteln zum Aufklappen sind auf der Cebit nächste Woche formschöne Notebooks im edlen Karbongehäuse zu sehen. Sie sollen nicht nur den Schreibtisch-Computer ersetzen, sondern die ganze Multimedia-Vielfalt im Wohnzimmer steuern.
Optisch auffällig ist vor allem, dass die auf der Cebit vorgestellten Notebooks noch flacher sind als derzeit verfügbare Modelle. Möglich wird dies durch neue Technik. Zum einen sind die zentralen Recheneinheiten und Prozessoren deutlich kleiner geworden, obwohl sie mehr leisten. Zum anderen sorgen winzige Leuchtdioden für die Hintergrundbeleuchtung des Displays. Dadurch verbessern sich außerdem Kontrastwerte, Bildqualität und Auflösung.
Optimiert haben die Hersteller außerdem die Musikwiedergabe. Ein Beispiel dafür ist das Modell NX90 von Asus, das David Lewis, Designer bei Bang & Olufsen, mit entwickelt hat. Eingebaut ist Sonic-Focus-Technik, die für natürlichen und klaren Klang sorgen soll. Auch die Bedienung des Rechners ist auf Musikfreunde zugeschnitten. Statt des üblichen Touchpads in der Mitte gibt es zwei berührungsempfindliche Flächen an den Seiten. Damit können Nutzer unter anderem die Musikwiedergabe wie ein Discjockey mit zwei Plattentellern steuern. Platz für reichlich Musik ist ebenfalls vorhanden, die Festplatte fasst knapp 1,3 Terabyte.
Zur Ausstattung gehört außerdem ein sehr großer Bildschirm mit voller HD-Auflösung. Für den mobilen Einsatz ist das NX90 nur bedingt geeignet: Der Rechner, der ab April im Handel für etwa 2000 Euro angeboten wird, wiegt stattliche fünf Kilogramm.
Die neuen Notebooks bieten Käufern nicht nur besseren Klang, sondern auch lebendigere Bilder. Ganz besonders im Trend ist die 3-D-Darstellung. Mit dem Aspire 5740D stellt Acer auf der Cebit ein solches Modell für räumliches Sehen vor. Der Hersteller hat das Display mit einem speziellen Film beschichtet. Die im Lieferumfang enthaltene Polarisationsbrille filtert die Bilder, um einen 3-D-Effekt zu erzielen. Wer die Software Def 3D-Experience installiert, sieht auch zweidimensionale Bilder in 3D und braucht für die Darstellung keine spezielle Grafikkarte. Zur weiteren Ausstattung des knapp 800 Euro teuren Notebooks gehören ein acht Gigabyte großer Arbeitsspeicher, ein DVD-Laufwerk, WLAN und ein Ausgang für hochauflösendes Videomaterial.
Damit die Klapprechner die zahlreichen Multimedia-Daten auch komfortabel im Wohnzimmer auf die Empfangsgeräte schicken können, haben die Hersteller ihnen moderne Funktechnik einbauen lassen. Zu den Anbietern solch aufgerüsteter Modelle gehört Sony mit neuen Rechnern der Vaio-Z-Reihe. Im leichten und robusten Gehäuse aus Kohlenstofffasern ist neben einem 13 Zoll großen Bildschirm auch ein Modul für kabelloses Netzwerken (WLAN) integriert – und zwar in der neuen N-Version, die besonders schnell Daten überträgt. Damit Websurfen nicht nur im heimischen Wohnzimmer oder an einigen WLAN-Hotspots, sondern auch unterwegs an jedem Ort möglich ist, gehört zur Ausstattung ab Werk zusätzlich ein Empfänger für Mobilfunk, der die schnelle HDPA-Technik nutzt.
Websurfen über Mobilfunk und das Abspielen von Musik und Videos auf den großen und hochauflösenden Bildschirmen kostet jedoch viel Strom. Daher hat Sony zusätzlich einen HD-Grafikchip von Intel in seine Z-Notebooks eingebaut. Wird beim Websurfen oder der Textverarbeitung keine große Grafikleistung benötigt, schaltet der Rechner automatisch auf diese Karte um und drosselt somit den Stromverbrauch.
An Bord der Z-Rechner sind zudem DVD-Brenner, Webcam sowie ein Fingerabdrucksensor. Außerdem ist bei Sonys neuen Notebooks ein weiterer Trend zu beobachten: Taugten Flashspeicher wegen ihrer geringen Speicherkapazität früher nur für kleine MP3-Player, ersetzen sie mittlerweile die störanfälligen Festplatten. In den Z-Notebooks fassen sie immerhin schon mehr als 250 Gigabyte.
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