Unterwegs günstig im Web surfen

11. März 2008

Welt am Sonntag und Welt-Online, 09.03.2008

Handys und Übertragungstechnik sind schon seit Langem für das mobile Internet gerüstet. Jetzt bieten die Mobilfunker auch attraktive Tarife an – ein Überblick

Von Helge Denker und Guido Nedden

Multimedia für unterwegs bieten viele Mobilfunkunternehmen künftig an, mit neuer Software und niedrigeren Tarifen als bisher. Die Telekom zum Beispiel zeigte auf der Cebit diese Woche den neuen Dienst „Media-Scout“. Das Programm sucht gewünschte Videos aus unterschiedlichsten Quellen zusammen und sendet sie auf das Handy des Kunden. Der Media-Scout sammelt dazu nur Filme von Datenbanken, Onlinesendungen von Fernsehsendern, Clips der Video-Internetseite YouTube und Musikvideos, die zu den Interessen des Nutzers passen.
Fast alle auf der Cebit vorgestellten Handys mit Zusatzfunktionen, die Smartphones, können nicht nur E-Mails empfangen und Internetseiten zeigen, sie beherrschen auch den schnellen Datenverkehr wie UMTS oder HSDPA, um Multimedia darstellen zu können. Mit vielen Modellen ist es außerdem möglich, über kabellose Netzwerke auf das Internet zuzugreifen.
Interesse am mobilen Internet besteht durchaus, es wächst sogar, wie TNS Infratest in einer Studie feststellte. Demnach sind mittlerweile 27 Prozent am mobilen Surfen interessiert. Vor einem Jahr waren es nur neun Prozent. Noch aber schrecken die meisten Mobilfunkkunden vor den hohen Kosten des mobilen Internet zurück.
Ein Vergleich zeigt, dass fast alle Tarife, die das Surfen pro Minute abrechnen, teurer sind als Flatrates und Volumentarife, bei denen Kunden die übertragenen Daten bezahlen. Viele Flatrates sind für den Gelegenheitssurfer zu groß und zu teuer, wenn er nur manchmal auf dem Handy seine E-Mails liest. Hier sind Anbieter wie Aldi und Blau.de günstiger (siehe Tabelle). Auf der Cebit kündigten vor allem die großen Mobilfunkunternehmen Datentarife an, die Internet für unterwegs nicht mehr zu einem kostspieligen Vergnügen machen.

T-Mobile

Die derzeit breiteste Palette an mobilen Flatrates bietet T-Mobile an. Ab 7. April kommen neue, vereinfachte UMTS-Flatrates und Surf-Tarife hinzu. Diese werden unter dem Namen webnwalk zusammengefasst. Mit der webnwalk-Handyflat kann der Kunde unbegrenzt für zehn Euro im Monat mit dem Handy in Deutschland und für monatlich 15 Euro im Ausland surfen.
Diese Flatrate lässt sich zusätzlich buchen. Für T-Mobile-Kunden, die nur selten und wenig surfen, gibt es zum Beispiel das Angebot webnwalk Time 300 für fünf Euro im Monat. Mit ihm können sich Kunden 300 Minuten pro Monat Webseiten auf dem Handy betrachten oder E-Mails abrufen. Die Laufzeit beträgt mindestens sechs Monate. Wer den UMTS-Service testen will, kann webnwalk als „Starter“ buchen und zahlt für das Surfen neun Cent pro Minute.
Datenflatrates lohnen sich nur für Surfer, die regelmäßig im Internet unterwegs sind. Der Normalnutzer wird über 25 Megabyte im Monat in der Regel nicht hinauskommen, schon gar nicht mit dem Handy. Auch für das Surfen mit dem Laptop bietet T-Mobile neue Tarife an. Bei der Buchung der webnwalk-Optionen ist ein UMTS-Stick für einen Euro oder eine Express-Card dabei, mit der auch Notebooks ohne UMTS-Empfang schnell mobil surfen können. Die neue Flatrate webnwalk L kostet dazu 35 Euro pro Monat.
Für Kunden, die mit dem Notebook nur ihre E-Mails abrufen und selten im Internet surfen, ist der Volumentarif webnwalk M für monatlich 20 Euro günstiger. Ein weiteres Angebot heißt webnwalk Day. Damit können T-Mobile-Kunden einen Tag für fünf Euro mobil surfen. Diese ist aber nur zum Ausprobieren gedacht und im Vergleich zu anderen Tarifen deutlich teurer. Auch für das Ausland werden zwei Tages-Flatrates angeboten, das Surfen über einen WLAN-Zugang ist hier jedoch der günstigere Weg.

Vodafone

Unter der Bezeichnung „WebSession“ bündelt Vodafone die UMTS-Datentarife und -Flatrates. Im deutschen Vodafone-Netz können Kunden für fünf Euro 24 Stunden lang mit einem einen Euro teuren UMTS-Stick am Notebook im Internet surfen. Allerdings nur für die Dauer der Werbezeit bis Ende April, danach werden acht Euro pro Tag fällig. Kürzere Zeittarife bietet Vodafone ebenfalls an.
Wer nur eine halbe Stunde surft, zahlt zwei Euro, für eine ganze Stunde werden drei Euro berechnet. Das Angebot WebSession International kostet 15 Euro pro Tag und steht EU-weit sowie in sieben weiteren Staaten zur Verfügung. Der Vodafone UMTS-Stick oder die WebSession-Card für das Notebook funktionieren mit einer entsprechenden SIM-Karte, die in den Stick eingelegt wird. Sie erlaubt den Datendienst im UMTS- und GPRS-Netz von Vodafone.

E-Plus

Mit Internet 250 bietet E-Plus bereits seit Jahresanfang einen Internet-Tarif mit 250 Megabyte Volumen an, der zehn Euro im Monat kostet. Eine echte „Internet Flatrate“, die auch so heißt, hat die Nummer drei des deutschen Mobilfunkmarktes ebenfalls im Programm. Sie kostet 25 Euro und ermöglicht unbegrenztes Surfen.
Ein solches Angebot rechnet sich aber nur für Surfer, die sehr viel im Internet unterwegs sind. Für Wenigsurfer und Gelegenheitsnutzer haben Discount-Marken im E-Plus-Netz wie Medions Aldi Talk oder Blau.de mehr zu bieten. Da kostet mobiles Surfen 23 Cent pro Megabyte. E-Mail-Abrufen und einzelne Seitenabrufe unterwegs sind hier mit UMTS-Geschwindigkeit und zu Centbeträgen möglich.

O2 Deutschland

Schon vor Beginn der Cebit stellte O2 mit Surf Stick und der Surf-Express-Card zwei neue Geräte für mobiles Surfen am Laptop vor. Bis Ende Juli entfällt in dem gekoppelten Tarif O2 Active Data die Grundgebühr von bisher 9,52 Euro im Monat. Surf Stick und Express-Card sollen unterwegs Übertragungsgeschwindigkeiten von fast 3,6 Megabit pro Sekunde ermöglichen. Das entspricht etwa dem Tempo von DSL 2000 im Festnetz.
In dem Tarif Internet-Pack L stehen 5000 Megabyte Datentransfer für 25 Euro im Monat zur Verfügung. Für Geschäftskunden legt O2 zudem das Programm Connection-Manager bei, das auch den Zugang zu Firmennetzwerken herstellen kann. Der UMTS-Stick kostet einmalig einen Euro, die Surf-Express-Karte knappe zehn Euro. Beide Produkte sind ausgerichtet für den künftigen Empfang des schnellen HSDPA-Mobilfunks, der 7,2 Megabit pro Sekunde schaffen soll.
Mit den schnellen Varianten des UMTS-Funks können alle Mobilfunkunternehmen nicht mehr nur weitere Funktionen anbieten, sondern auch neue Kunden hinzugewinnen. Nach HSDPA kommt LTE (Long Term Evolution) zum Einsatz, das T-Mobile und Sony-Ericsson auf der Cebit präsentiert haben. Damit lässt sich zum Beispiel Internetfernsehen in ausreichend hoher Qualität übertragen.
Den Technikern ist es über LTE gelungen, zeitgleich mehrere hochaufgelöste Videos auf ein Endgerät zu senden. Beim Herunterladen kommt LTE auf 170, beim Hochladen von Daten auf 50 Megabit pro Sekunde. Eine Alternative bietet Wimax. Die Technik ermöglicht breitbandigen Funkzugang zum Internet über mehrere Kilometer Entfernung. Anbieter weltweit arbeiten daran, die entsprechenden Netzwerke aufzubauen. Erste für den Wimax-Empfang ausgerüstete Handys und Karten für Notebooks sind schon im Handel erhältlich.
@Cebit-Berichte im Internet: www.welt.de/cebit

Laptops für die Manteltasche

11. März 2008

Welt am Sonntag und Welt-Online, 02.03.2008

Die am meisten verkauften Notebooks wiegen nur knapp zwei Kilogramm und stellen auf Knopfdruck eine Verbindung zum Internet her. Zur Cebit hat die „Welt am Sonntag“ vier mobile Rechner miteinander verglichen

Von Helge Denker Und Guido Nedden

Notebooks liegen im Trend. Schon im übernächsten Jahr wird es weltweit ebenso viele mobile Rechner geben wie Schreibtischcomputer. Im vergangenen Jahr haben die Anbieter nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) mehr als drei Millionen und damit doppelt so viele Notebooks verkauft wie Schreibtischcomputer (1,4 Millionen).
„Notebooks gehören zu den Gewinnern der Branche. Da sie erschwinglicher, platzsparender und schöner sind als der herkömmliche PC, geht der Trend weg vom gemeinsam genutzten Familien-PC hin zum Zweit- oder Dritt-Notebook. Notebooks sind inzwischen außerordentlich leistungsfähig und stehen dem PC in fast nichts mehr nach“, sagt Stefan Engel. Als Geschäftsführer des Marktführers Acer Deutschland muss Engel das sagen, aber tatsächlich sind Notebooks mittlerweile so gut ausgestattet, dass sie den Computer häufig ersetzen können.
Dadurch ist der Absatz von Klappcomputern um fast ein Drittel gewachsen. Auch beim Umsatz legten Notebooks mit plus 22,5 Prozent kräftig zu. Besonders beliebt sind derzeit Mini-Laptops, Subnotebooks genannt. Zum einen sind sie mit einem Gewicht von unter zwei Kilogramm leicht zu tragen, zum anderen verfügen sie mittlerweile über eine Ausstattung wie größere Modelle. Nur mit einem kleineren Bildschirm müssen Käufer eines Subnotebooks leben. In der Regel sind die Displays nicht größer als 30 Zentimeter (zwölf Zoll) in der Diagonalen. DVD-Filme zu sehen ist mit den eingebauten Laufwerken zwar möglich, aber nicht unbedingt zu empfehlen. Ansonsten bieten die vier Subnotebook-Modelle im Vergleich gute bis sehr gute Leistungswerte.

Samsung P200

Der zwölf Zoll große Bildschirm des Notebooks P200 steckt in einem robusten, schwarzen Gehäuse, ist matt, reflektiert kaum Licht und ist damit gut zum Arbeiten im Freien geeignet. Zwar beherrscht der Samsung-Rechner die Funktechniken WLAN und Bluetooth, doch fehlt die Möglichkeit, den schnellen Mobilfunk über UMTS oder HSDPA zu empfangen.
Trotz der 250 Gigabyte großen Festplatte wiegt der Rechner verhältnismäßig geringe 1,9 Kilogramm. Mit 2,2 Zentimetern ist er außerdem fast so flach wie Apples neues MacBook Air und dabei deutlich billiger (siehe Tabelle). Nach Angaben des Herstellers hält der Akku fünfeinhalb Stunden. Als Betriebssystem ist Windows XP Professional installiert.
Für mobiles Arbeiten bietet das Samsung P200 einen ein Gigabyte großen Arbeitsspeicher sowie einen schnellen Intel-Zweikernprozessor. Samsung liefert als einziger Hersteller seine Notebooks mit einer antibakteriellen Tastatur aus. Alle Tasten sind mit Silberionen beschichtet, die keimhemmend wirken und so für eine hygienische, saubere Arbeitsfläche sorgen.

Asus U2E

Auf der Cebit zeigt Asus eine neue Version des mobilen Laptops U2. Mit 1,29 Kilogramm ist es das leichteste Notebook im Vergleich. Dafür ist es aber auch mit einem nur elf Zoll großen Bildschirm ausgestattet. Die Laufzeit des eingesetzten Akkus liegt bei lediglich drei Stunden, lässt sich aber mit einem besseren Zusatz-Akku auf acht Stunden erhöhen. Daten speichert das U2 entweder auf einer Festplatte mit 120 Gigabyte oder auf einem unempfindlichen Flashspeicher mit 32 Gigabyte Größe.
Das Asus U2 ist mit einem Strom sparenden Intel-Doppelprozessor und mit Microsofts neuem Betriebssystem Windows Vista gut für alle Anwendungen gerüstet. Asus bietet das Notebook zur Cebit auch als Edelmodell, bei dem der Gehäusedeckel und die Flächen für die Handablagen mit echtem Leder bezogen sind. Die Kanten des Gehäuses sind dabei durch Edelstahlstreben gegen Stöße geschützt.

Acer Ferrari 1100

Zusammen mit Ferrari brachte Acer Ende 2007 ein Modell für Liebhaber, das Ferrari-Notebook 1100, auf den Markt. Der Rechner ist ausgestattet mit einem Kohlenstoffdeckel, auf dem ein Ferrari-Logo angebracht ist. Mit einem sehr schnellen AMD-Prozessor und Windows Vista Ultimate ist der Laptop erstklassig ausgerüstet. Auch die Festplatte und der Hauptspeicher sind groß dimensioniert. Dazu kommen zahlreiche Anschlüsse für externe Geräte.
Es fehlt aber die Möglichkeit, das schnelle Internet über HSDPA, UMTS sowie Fernsehen zu empfangen. Diese Funktionen lassen sich nur über entsprechende USB-Sticks nachrüsten. Zur Ausstattung gehören eine einfache Videokamera für Konferenzen sowie ein Headset zum Telefonieren über Internet. Gegen fremden Zugriff ist es durch einen eingebauten Fingerabdrucksensor geschützt.

Toshiba Portégé M700

Mit einer Preisempfehlung von etwa 2500 Euro gehört Toshibas Portégé M700 in die Oberklasse. Das zeigt sich unter anderem daran, dass mit einfachen und wenigen Handgriffen aus dem Mini-Notebook mit Tastatur ein Tablet-PC wird, der sich durch einen Stift bedienen lässt. Vielfältig sind die Möglichkeiten, mit dem M700 über Mobilfunk online zu gehen.
Dazu gehören die Techniken UMTS, HSDPA, EDGE und GPRS. Als einziges Notebook im Vergleich ist mobiles Surfen mit fast 3,6 Megabit pro Sekunde möglich. Mit zwei Kilogramm Gewicht liegt das M700 allerdings an der Obergrenze für Subnotebooks zu den schwereren Laptops.
@Cebit-Berichte im Internet: www.welt.de/cebit

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Günstig durch den Verkehr kommen

11. März 2008

Welt am Sonntag und Welt-Online, 24.02.2008

Der Umsatz mit mobilen Navigationsgeräten brummt. Die Geräte sind zu Schnäppchen geworden und bieten gleichzeitig mehr Funktionen als bisher. Auf der Cebit zeigen die Hersteller neue Modelle. Vielseitige Multimedia-Player sind aber nicht dabei

Von Helge Denker und Guido Nedden

Schon ab 100 Euro gibt es Navigationsgeräte, die einen zuverlässig durch Städte und über Land lotsen. Mehr können die Einstiegsmodelle allerdings nicht. Für 300 Euro gibt es zusätzlich Multimedia-Funktionen. 300 Euro haben Deutsche im vergangenen Jahr durchschnittlich für ein Navigationssystem bezahlt, 2006 waren es noch 400 Euro.
Aufgrund des Preisrückgangs haben die Anbieter im vergangenen Jahr 85 Prozent mehr Modelle verkaufen können als 2006. Das hat die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ermittelt. Besonders beliebt sind mobile Systeme, die sich im Auto betreiben lassen, aber mit eingebautem Empfänger für GPS-Satellitenortung und Akku auch Radfahrern und Fußgängern den Weg weisen.
Wer 300 Euro zahlt, bekommt ein Gerät, das sich über Sprache oder berührungsempfindlichen Bildschirm leicht bedienen lässt. Für 200 Euro mehr bieten zum Beispiel TomTom und Navigon Modelle, die beim Wechsel der Fahrspur helfen sowie Straßenschilder und Gebäude-Umrisse dreidimensional zeigen. Die vier Modelle im Vergleich arbeiten mit einer Onboard-Navigation. Dabei ist das Kartenmaterial komplett auf einer Speicherkarte im Gerät abgelegt, nur aktuelle Daten wie Staumeldungen überträgt der TMC-Empfänger (Traffic Message Channel oder Verkehrsfunk-Kanal) auf das Gerät. Schneller und umfassender über Staus informiert TMC pro.
Große Unterschiede gibt es bei dem Kartenmaterial. Das reicht von Karten nur für Westeuropa über ganz Europa bis USA und Kanada. Spätestens nach zwei Jahren sollten die Kartendaten neu gekauft werden, da sie so schnell veralten wie ein Telefonbuch. Auf der Cebit sind Modelle jeder Preisklasse zu sehen. Vier der wichtigsten Geräte haben wir verglichen.

TomTom Go 920T

Im bestausgestatteten TomTom-Modell gehören digitale Karten für Europa, die USA und Kanada bereits zum Lieferumfang. Das TomTom Go 920T zeigt Wegstrecken wahlweise als zweidimensionale Karte oder in 3-D-Ansicht. Das Gerät zeigt auch Gebäudeumrisse und Straßenschilder realistisch dar. Eine Adresse lässt sich über den berührungsempfindlichen Touchscreen oder über Sprache eingeben.
Stauwarnungen erhält das TomTom-Gerät über den Datendienst TMC pro. Der Empfänger steckt in der mitgelieferten Auto-Halterung. Die Daten von TMC pro stammen aus Sensoren an Autobahnbrücken und Sensorschleifen sowie von Fahrzeugen, die den aktuellen Verkehrsfluss melden. Aktuelle Wetterdaten lassen sich per Funk auf das Gerät übertragen.
Eine Freisprechfunktion für Handys ist vorhanden, ebenso die Möglichkeit, Musik, Fotos und Dokumente wiederzugeben. Der Akku soll fünf Stunden halten. Das macht das Gerät auch für Fußgänger interessant. Es ist allerdings mit 220 Gramm etwas schwer für die Jackentasche.
Fazit: In der Preisklasse ab 400 Euro sind gute Karten-Darstellung sowie aktuelle Verkehrsinformationen obligatorisch. TomToms Go 920T glänzt zusätzlich mit sehr umfangreichem Kartenmaterial sowie hoher Multimedia-Fähigkeit.

Navigon 8110

Auf der Cebit stellt Navigon sein neues, leistungsfähiges Modell 8110 mit gebürsteter Metallfront vor. Der Bildschirm ist mit zwölf Zentimetern in der Diagonalen im 16:9-Format vergleichsweise groß. Der Speicher des Navigon-Geräts lässt sich durch SD-Karten erweitern. Mit dem Stromnetz und der Antenne im Auto ist es über eine spezielle Halterung verbunden. Die neue Software Mobile Navigator 7 berechnet recht schnell die Route, zeigt die Ergebnisse in 3D an und stellt auch Straßenschilder dar.
Außerdem hat Navigon einen neuen Fahrspurassistenten entwickelt, der im Voraus die richtige Fahrspur anzeigt. Aktuelle Verkehrsdaten wie Staumeldungen empfängt das Navigationssystem über TMC pro. Über Bluetooth-Funk wird das Navigon 8110 mit dem Handy verbunden und dient als Freisprecheinrichtung. Mit der Spracherkennung versteht das Navigon zusammen gesprochene Orts- und Straßennamen. Zusätzlich kann das Modell MP3-Musik wiedergeben und Fotos anzeigen.
Fazit: Auch das Navigon-Modell bietet die in dieser Preisklasse gewöhnlich hohe Ausstattung. Die gespeicherten Karten zeigen jedoch nur Europa. Besonders komfortabel ist die Kartendarstellung auf dem recht großen Bildschirm.

Mio C 520T

Das mobile Gerät von Mio gehört mit seinem Preis von etwa 300 Euro zur Mittelklasse. Es zeigt das eingebaute Kartenmaterial wahlweise in 2D als Karte oder in 3D aus Fahrerperspektive. Mit geteiltem Bildschirm lassen sich auch Zusatzinformationen zur Strecke auf dem 4,3-Zoll-Bildschirm einblenden. Es ist möglich, Ziele über Sprachbefehl einzugeben sowie Musik und Fotos wiederzugeben. Gespart hat Mio allerdings am Kartenmaterial, das nur 22 Länder Westeuropas umfasst. Die Software zeigt außerdem häufig benutzte Standorte fester und mobiler Radarstationen an.
Fazit: Für den vergleichsweise geringen Preis bietet das Modell eine exzellente Ausstattung. Teuer wird es jedoch für Autofahrer, die auch außerhalb Westeuropas unterwegs sein möchten. Die Karten für Osteuropa, die USA, Kanada und Australien kosten 83 bis 125 Euro.

Garmin Nüvi 250W

Für die Mittelklasse hat Garmin das nüvi 250W für 300 Euro auf den Markt gebracht. Sein Touchscreen ist auch bei Sonnenlicht gut ablesbar. Die empfindliche GPS-Antenne liegt im Inneren des sehr flachen Geräts. Nach dem Einschalten lässt das Eingangsmenü die Wahl zwischen Zieleingabe und Karte. So findet sich schnell eine bestimmte Adresse. Die akustische Routenführung ist gut verständlich, eine Spracheingabe besitzt das Gerät nicht. Für ausgewählte EU- Länder stehen Infos über Radarfallen-Standorte bereit. Das nüvi 250W besitzt serienmäßig eine Europakarte mit 33 Ländern.
Fazit: Das Garmin Nüvi 250 W ist keine Multimedia-Maschine, aber ein solides Navigationssystem und sehr gut für Fußgänger geeignet. Es wiegt nur 172 Gramm und zeigt außerdem topografische Karten, die auch Geländeformen darstellen.