Vier kompakte Digitalkameras im Vergleich

11. Februar 2008

Welt am Sonntag und Welt-Online, 20.01.2008

Selbst Einsteigermodelle liefern gute Bilder und bieten zahlreiche Zusatzfunktionen. Für Urlaubsfotos reichen die günstigen Apparate vollkommen aus. Nicht jedes technische Detail ist jedoch sinnvoll.

Von Helge Denker und Guido Nedden

Kompaktkameras, bei denen Gehäuse und Zoomobjektiv fest miteinander verbunden sind, gehören zu den meistverkauften Fotoapparaten und Elektronikprodukten überhaupt. Fast sechs Millionen Kompaktkameras haben die Hersteller und Anbieter allein im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft. Im Durchschnitt gab der Kunde knapp 200 Euro für seine Digitalkamera aus.

Am beliebtesten sind derzeit Kameramodelle mit sieben bis acht Megapixel Auflösung, auch wenn die Unternehmen bereits Modelle mit zwölf Megapixeln und mehr anbieten. Zu den beliebtesten und meistverkauften Kompaktkameras gehören Canons Digital Ixus, Kodaks EasyShare C613, Sonys Cybershot DSC-W55 sowie Samsungs Digimax S750. Canon, Sony und Samsung lösen Bilder mit mehr als sieben Millionen Bildpunkten auf, Kodak bietet knapp ein Megapixel weniger.

Ixus 70
Canon hat bereits mehr als 25 000 Kameras des Modells Digital Ixus 70 verkauft. Das kompakte Metallgehäuse der Ixus ist lediglich 19,4 Millimeter tief und liegt erstaunlich gut in der Hand. Der erste Eindruck der hochwertigen Verarbeitung täuscht nicht, das Gehäuse ist äußerst widerstandsfähig. Das 2,5 Zoll große Display mit Flüssigkristallen (LCD) verfügt über eine besondere Schicht, die Lichtreflektionen verhindert. Dadurch ist auch bei Sonneneinstrahlung sehr gut zu erkennen, was der Bildschirm anzeigt.

Mit einer Auflösung von 7,1 Megapixeln und einem recht leistungsfähigen Bildstabilisator lassen sich gute Aufnahmen machen. Die vom Hersteller sogenannte Face Detection, die automatische Gesichtserkennung, gehört bei vielen Anbietern mittlerweile zum Standard. Die Software markiert ein Gesicht im LC-Display mit einem Rahmen und stimmt Fokus und Belichtung automatisch darauf ab. Das Canon-Modell erkennt Gesichter auch aus größeren Entfernungen. Zum Blitzeinsatz liefert das Programm auch ausreichend Informationen, um rote Augen auf den Aufnahmen sicher zu erkennen und sie zu korrigieren. Dieses Verfahren lässt sich gleich nach der Aufnahme bei der Bildwiedergabe auf dem kleinen LC-Bildschirm starten.

Darüber hinaus passt die Software die Helligkeit des Blitzes an die Gesichter im Bild an. Solange nicht zu viele Gesichter zu sehen sind, funktioniert diese Automatik recht gut. Bei einer Gruppenaufnahme aber ist das Programm in den meisten Fällen überfordert.

Die Ixus 70 ist außerdem nur wenig lichtempfindlich. Das ist gerade dann hilfreich, wenn der Fotograf Aufnahmen trotz dunkler Umgebung ohne Blitz macht, um die Stimmung und Atmosphäre nicht zu zerstören. In diesen kritischen Lichtsituationen ist auch die in dem Canon-Modell eingebaute Auto-Iso-Shift-Funktion durchaus nützlich. Sobald die Kamera eine Verwacklungsgefahr erkennt, kann der Benutzer mit einem Knopfdruck die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Das Ergebnis ist eine deutlich kürzere Verschlusszeit.

Mit einer Zeitrafferfunktion lassen sich lange Szenen wie ein Sonnenuntergang, vorbeiziehende Wolken oder sich öffnende Blüten über einen längeren Zeitraum in Einzelbildern fotografieren und zu einem kurzen Video zusammensetzen. Die Kamera gibt diese Aufnahmen als flüssige Videosequenz in VGA-Qualität wieder. Die Auflösung mit 640 mal 480 Pixel liefert ausreichend gute Bilder.

Eine zweistündige Szene lässt sich so auf einen vierminütigen Kurzfilm verdichten. Canon legt seiner meistverkauften Digitalkamera einen Akku mit Ladegerät, Kabel für den Anschluss über USB und Video, eine 32 Megabyte große Speicherkarte und Software für Windows-PCs und Macintosh-Rechner bei.

EasyShare C613
Über eine gute Rauschunterdrückung sowie einen Verwacklungsschutz und eine Warnanzeige bei unscharfen Bildern verfügt Kodaks günstige Einsteigerkamera EasyShare C613. Sie schafft eine Auflösung von 6,2 Megapixeln. Zur vorinstallierten Software gehört ein Programm mit Bildausschnittfunktion. Videos mit Ton nimmt die Kodak EasyShare, je nach Kapazität der als Zubehör erhältlichen Speicherkarte, in fast 80 Minuten Länge auf. Kodak legt der EasyShare C613 zwei Alkalibatterien, ein USB-Kabel, Software für Windows und Mac-Betriebssysteme sowie eine Metallplatte für die Dockingstation bei. Diese Ladestation müssen Kunden jedoch extra bezahlen.

Cybershot DSC-W55
Mit 147 Gramm ist Sonys Cybershot DSC-W55 die schwerste Kamera im Vergleich zu den anderen drei vorgestellten Modellen. Zum Teil liegt das am robusten Aluminiumgehäuse, das Kratzer und Stöße sehr gut verträgt, ohne beschädigt zu werden. Wer seine Kamera häufig mit sich im Rucksack oder der Handtasche herumträgt und somit Wert auf eine widerstandsfähige Kamera legen sollte, ist mit dem Sony-Modell gut bedient.

Bilder löst die Cybershot mit 7,1 Millionen Pixeln auf, die auf einem kleinen Bildchip untergebracht sind. Mit einem optischen Zoombereich, der einer Kleinbildbrennweite von 38 bis 114 Millimetern entspricht, deckt sie Weitwinkel bis Tele gut ab. Der digitale, sechsfache Zoom sollte ausgeschaltet bleiben, da er die Bildqualität verschlechtert. Dafür sind mit der Cybershot DSC-W55 extreme Nahaufnahmen möglich. Angezeigt werden Bilder und Videos mit Ton auf dem mit 2,5 Zoll im Durchmesser recht großen Bildschirm. Bei hellem Licht ist der Sucher allerdings die bessere Wahl.

Mit 56 Megabyte ist der eingebaute Kameraspeicher recht groß, spielt aber in der Praxis keine Rolle, da die Kamera die Fotos auf einer Speicherkarte ablegt. Hier setzt Sony mit den in drei Varianten verfügbaren Memorysticks als Einziger auf eine eigene Lösung. Handelsübliche Batterien passen nicht in das Gehäuse der Kamera, nur der Akku aus eigenem Haus. Er soll bis zu 380 Bilder lang halten. Praktisch ist, dass der Akku seine Restlaufzeit minutengenau anzeigt

Digimax S750
Mit 7,1 Megapixeln und einem Zoombereich, der 35 bis 105 Millimetern beim Kleinbild entspricht, besitzt Samsungs Digimax S750 ebenfalls eine Funktion, um Gesichter erkennen zu können. Damit identifiziert die günstige Kamera zwar nicht, wer auf den Bildern zu sehen ist. Die Software registriert aber automatisch, wenn ein Gesicht fotografiert werden soll und belichtet es möglichst optimal.

Auch ein Bildstabilisator gehört zur Ausstattung der Digimax. Er s oll dafür sorgen, dass Bilder ohne Blitz nicht verwackeln, selbst wenn das Licht schwach ist und der Fotograf die Aufnahme ohne Stativ aus der freien Hand macht. Allerdings arbeitet Samsung hierbei mit einer Art Doppelbelichtung. Diese führt dazu, dass die Lichtempfindlichkeit angehoben und die Belichtungszeit verkürzt wird. Letztlich vergrößert sich allerdings das Bildrauschen, das dann rechnerisch unterdrückt werden muss. In der Folge dieses Verfahrens sinkt die Bildqualität.

Der Strom für die Fotos und Videos mit Ton stammt von zwei handelsüblichen Batterien. Das elegante Gehäuse der Kamera ist aus Plastik und wirkt nicht sehr robust, sorgt aber für vergleichsweise wenig Gewicht in der Reisetasche.

Auch bei den digitalen Kompaktmodellen überbieten sich die Hersteller mittlerweile mit hohen Megapixel-Werten für die Auflösung. Diese Zahlen haben in der Regel nichts zu bedeuten, andere Faktoren sind wesentlich wichtiger als die Anzahl der Bildpunkte. Dazu gehören die Qualität des Bildsensors, der Linse und des Objekts. Wichtig ist außerdem, wie gut die im Gehäuse verarbeitete Elektronik aufeinander abgestimmt ist.

Im Unterschied zu einer Fünf-Megapixel-Kamera zeigt ein Zehn-Megapixel-Modell das Foto in doppelt so vielen Bildpunkten. Das gilt sowohl für eine technisch gute als auch für eine technisch schlechte Aufnahme. Das schlechte Foto wird also nicht besser, aber die schlechte Qualität ist deutlicher zu sehen. Viele Megapixel haben außerdem den großen Nachteil, dass die Bilder mehr Platz auf der Speicherkarte oder der Festplatte beanspruchen und auf dem Sensor im Kameragehäuse mehr Hitze entwickeln. Für die Hersteller am wichtigsten ist jedoch, dass sie für mehr Megapixel mehr Geld nehmen können.

Kasten:

Darauf ist beim Kauf zu achten

ROBUSTHEIT
Wer seine digitale Kompaktkamera häufig bei sich trägt, sollte sich für ein Modell mit einem robusten Gehäuse, zum Beispiel aus Aluminium, entscheiden. Außerdem ist es ratsam, vor dem Kauf alle Schalter mehrfach auszuprobieren. Bei manchen Billig-Modellen fallen die Tasten nach wenigem Hin- und Herschalten ab.

OBJEKTIV
Wenig Aussagekraft hat der digitale Zoom. Am besten ist es sogar, ihn während der Benutzung ganz auszuschalten. Wichtiger ist es, dass die Kamera mindestens über einen dreifachen Optik-Zoom verfügt. Die fest eingebaute Linse sollte alle wichtigen Bereiche abdecken, vom Weitwinkel bis zum Tele.

DISPLAY
Mindestens zwei Zoll, etwa fünf Zentimeter, sollte der kleine Bildschirm im Gehäuse in der Diagonalen messen. Nur dann lässt sich sofort nach der Aufnahme beurteilen, wie gut die Fotos geworden sind. Ein Sucher sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Nur dann können Fotografen auch bei heller Sonne noch gute Aufnahmen machen.

==> Welt-Online


Flache Fernseher im Vergleich

11. Februar 2008

Welt am Sonntag und Welt-Online, 13.01.2008

Auch TV-Geräte der erfolgreichen, kleinen 80-Zentimeter-Klasse zeigen schon hochaufgelöste Digitalbilder. Die vier wichtigsten Modelle im Überblick.

Von Guido Nedden

Der Media Markt am Berliner Alexanderplatz hat zwei große Bildschirme aufgestellt. Der eine zeigt Fernsehen in herkömmlicher, der andere in hochaufgelöster, digitaler TV-Technik (HDTV). Damit das auch jeder Kunde merkt, stehen die Informationen in großen Buchstaben darunter. Ansonsten wäre der Effekt gar nicht zu bemerken.

Noch weniger fällt auf, ob ein TV-Gerät die Bilder in „HD ready“ oder in „Full HD“ liefert. Das gilt zumindest für die meistgekauften Einstiegsmodelle der 32-Zoll-Klasse mit ihren 80-Zentimeter-Bildschirmen. Vier Fernseher dieser
Klasse liefern ganz besonders ruckelfreie, kontrastreiche und scharfe Bilder in HDTV (Tabelle mit technischen Daten kann hier nicht publiziert werden).

Mit der vollen Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten (Full-HD) punktet Sharps Modell LC-32X20E. Die anderen Modelle haben eine Auflösung von 1366 mal 768 Bildpunkten und zählen zur HD-ready-Kategorie. Die LCD-Fernseher KDL-30D3000E von Sony, 32LB75 von LG Electronics und Panasonics TX-32LX70F behelfen sich mit einem Trick. Sie können die größere HD-Auflösung ohne Weiteres empfangen. Sie rechnen aber die eingespielten, hochaufgelösten Digitalbilder auf ihre Bildschirmgröße herunter.

Daher kommen diese Geräte zu Recht zu dem Logo „HD ready“. Auf HD-Fähigkeit sollte man achten, das gehört bei den Flachbild-Geräten mittlerweile schon zum Standard. Selbst ARD und ZDF werden in diesem Jahr für zahlreiche Sendungen das HDTV-Format verwenden. Außerdem hat sich das Bildformat von 16:9 durchgesetzt und den alten PAL- der Röhrenstandard von 4:3 abgelöst.

Beim Panasonic TX-32LX70F fällt vor allem auf, wie sehr die Farben auf dem Bildschirm leuchten. Landschaften sind in ihrer ganzen Tiefe und Weite zu sehen, die Gesichter der Akteure erscheinen lebendig und nah. Bei schnellen Kameraschwenks kann das Bild ein wenig ruckeln. Das kann zumindest bei Sportübertragungen stören. Über die Fernbedienung lässt sich auch die Schärfe gut regeln. Damit werden beispielsweise Schattenränder an Schriften ausgeblendet.

Bei seinem KDL-30D3000E hat Sony vor allem für vielfältige Empfangsmöglichkeiten gesorgt. Der Fernseher verfügt über einen Anschluss für DVB-T (digitales Antennenfernsehen) sowie für einen analogen Kabeltuner. Als einziges der vier Modelle bietet das Sony-Gerät noch Empfang für DVB-C (digitales Kabelfernsehen). In den eingebauten Schacht lässt sich die Smartcard schieben, um die im digitalen Kabelnetz verschlüsselten Sender freizuschalten. Zu den Stärken des Sony-Fernsehers gehören vor allem rauscharme Fernsehbilder. Darüber hinaus gibt der Bildschirm die Gesichter wirklichkeitsgetreu wieder und zeigt natürliche Hauttöne.

Um die beste Bildqualität zu erleben, reicht jedoch HD-Technik allein nicht aus, auch der Abstand zum Fernsehgerät muss stimmen. Dieser bemisst sich aus der Bildschirm-Auflösung und der Displaygröße. Bei 32 Zoll erscheinen die Bilder am klarsten in einer Entfernung von 1,8 Metern. Es sollten mindestens 60 Zentimeter und höchstens zwei Meter sein.

Eine besondere Technik für klare Bilddarstellung setzt der Hersteller LG Electronics bei dem Modell LG 32LB75 ein. Das Intelligent Eye-Verfahren passt automatisch Helligkeit, Kontrast und Farbe an die Bedingungen in unmittelbarer Umgebung an. Auch wer nicht direkt vor dem Fernseher, sondern in einem Winkel von 178 Grad vor dem Bildschirm steht, sieht das technisch bestmögliche Bild. Eingebaut sind außerdem ein Empfänger für DVB-T und ein elektronischer Programmführer (EPG). Damit können Zuschauer lesen, was in den kommenden Tagen im Programm läuft.

Einziger Full-HD-Fernseher unter den vier Modellen ist der Sharp LC-32X20E. Er verfügt über eine Reaktionszeit von nur sechs Millisekunden. Je geringer dieser Wert, desto seltener zieht das Bild bei schnellen Bewegungen Schlieren nach. Bei den vielen privaten TV-Sendern sind die Werbeunterbrechungen oft lauter als der gezeigte Film. Sharp hat seinen Fernseher mit der Funktion Auto-Volume-Control ausgestattet. Sie regelt die Lautstärke der Spots automatisch auf das Filmniveau herunter.

Allen vier Modellen gemeinsam ist die Ausstattung mit einem LC-Bildschirm. Mittlerweile hat sich die LCD-Technik deutlich gegenüber der Plasmatechnik durchgesetzt, zumindest an Marktanteilen gemessen. Größter Vorteil des Plasmabildschirms ist jedoch das sehr hohe Kontrastverhältnis.

Bei den LC-Displays steuern Flüssigkristalle in den einzelnen Bildpunkten die Lichtdurchlässigkeit. Im Rücken der Bildschirme leuchten Kaltkathodenstrahler, und die Flüssigkristalle lassen diese Lichtstrahlen je nach Inhalt des Bildes zur Displayoberfläche passieren oder blenden sie ab.

Über die häufig beworbene „dynamische Backlightsteuerung“ können Hersteller bei Bewegtbildern tatsächlich die Qualität erhöhen. Bei Standbildern aber sind kaum Unterschiede zu erkennen. Nicht alle hohen Werte in Datenblättern stehen auch für beeindruckende Bilder (siehe Kasten unten). Neben der HD-Fähigkeit haben die Hersteller die neuen Modelle mit weiteren, interessanten Technologien ausgestattet.

Bei den ersten LCD-Fernsehern verschwammen noch schnelle Bewegungen, es bildeten sich störende Klötzchen, und besonders Rot-Töne begannen zu flackern. Diese Fehler sind kaum noch zu beobachten. Flimmern und Bewegungsunschärfen bekämpfen die Hersteller mit einer Bildwechselfrequenz von 100 Hertz wie früher bei den Röhrenfernsehern.

Bei den LCD-Geräten ist ein einzelnes Bild so lange zu sehen, bis das nächste folgt. In den üblichen 50 Hertz nimmt das Auge aber diese Bilderfolgen nur verschwommen wahr. Bei einem 100-Hertz-Fernseher zeigt ein einzelnes Bild dagegen nicht mehr acht, sondern nur vier Millisekunden lang. Dabei errechnet die Elektronik des Fernsehers ein zusätzliches Zwischenbild aus je zwei Originalbildern.

Auch das Ruckeln in Filmszenen bekommen die Techniker gut in den Griff, mit Hilfe des 24p-Verfahrens. Hierzu müssen die Filme in ihrer Geschwindigkeit von 24 Bildern pro Sekunde zugespielt werden. Der Fernseher nimmt diese Signale an seinem Digitaleingang entgegen und bringt sie mit berechneten Zwischenbildern auf den Schirm. Da flackert der Bildschirm nicht, selbst wenn der argentinische Fußballspieler Lionel Messi durch die gegnerische Abwehr dribbelt.

Kasten:

Darauf ist beim
Kauf zu achten

AUFLÖSUNG
Fernseher ohne Technik fürhochaufgelöstes Digitalfernsehenbringen die Hersteller kaum noch auf den Markt. Seit mehr als einem Jahr bieten fast alle Modelle „HD ready“, seit einigen Monaten auch „Full HD“, das noch schärfere Bilder liefert. Der Unterschied zwischen den beiden Verfahren ist bei kleineren Fernsehern jedoch kaum zu erkennen. Die volle Auflösung liegt bei 1920 mal 1080 Bildpunkten, bei der etwas schwächeren Variante sind es 1366 mal 768 Bildpunkte.

KONTRAST
Bei Plasmamodellen liegt der Kontrast immer etwas höher als bei vergleichbaren LCD-Geräten. Vielfach geben die Anbieter jedoch auch Werte an, die lediglich für bewegte Bilder, jedoch nicht für Standbilder wie bei einer Foto-Diashow gelten. In Prospekten und Datenblättern machen sich jedoch Werte von 10000:1 besser als 1000:1.

REAKTIONSZEIT
Aktuelle Fernseher kommen auf eine Reaktionszeit von etwa sechs Millisekunden. So hoch ist die Geschwindigkeit, die ein Bildpunkt braucht, um an- und abgeschaltet zu werden. Je geringer dieser Wert, desto seltener zieht das Bild bei schnellen Bewegungen Schlieren nach, sondern zeigt klare und ruckelfreie Bilder.

ANSCHLÜSSE
Um hochaufgelöstes Fernsehen auch tatsächlich in voller Qualität auf den Bildschirm zu bekommen, benötigt das Gerät entsprechende Anschlüsse für HD-fähige DVD-Player oder Decoder. Zwei solcher HDMI-Anschlüsse sollten es schon sein. Außerdem wichtig sind häufig zwei oder mehr Scartbuchsen sowie eine Schnittstelle zum Computer.

==> Welt-Online