Das ganze Bücherregal passt nun in eine Hand

29. September 2010

Welt am Sonntag, Welt.de 04.09.2010

Von Guido Nedden

Auf der Ifa zeigen Aussteller zahlreiche neue E-Reader. Manche sind schlicht, andere technisch ausgereift, aber sehr teuer.

Wie sich der Markt der E-Reader und Tablet-Rechner in den kommenden Monaten entwickeln wird? Auf diese Frage reagierten die Aussteller auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) mit weit geöffneten Augen und ausladenden Armbewegungen. Konkrete Zahlen zu nennen, traute sich aber niemand. Zu viel Dynamik, zu viel Power sei da im Markt.

Tatsächlich sind sie mittlerweile alle an Bord: Branchengrößen wie LG oder Samsung, Produzenten wie Acer und in Deutschland Medion, die es auf den Massenmarkt abgesehen haben, aber auch Buchhändler wie Thalia, der einen ersten eigenen E-Reader vorgestellt hat. Bis Apple mit seinem iPad den Markt befeuerte, waren nur unbekannte Start-ups dabei. Auf der Ifa zeigen jedoch fast alle Hersteller jeder Größenordnung in der erstmals eingerichteten eLibrary, was es Neues im Segment gibt.

Besonders viel Aufmerksamkeit bekam Samsungs überdimensioniertes Smartphone Galaxy Tab, auf dessen sieben Zoll großem Bildschirm Schrift tatsächlich bestens zu erkennen ist. In einem Kurztest war zu sehen, wie brillant das Display auflöst, und es war zu spüren, wie geschmeidig sich das Smartphone bedienen lässt. Der Touchscreen reagiert prompt und zuverlässig. Beeindruckend ist aber nicht nur die technische Qualität der Darstellung, sondern auch der Preis von erstaunlichen 800 Euro. Dafür bietet Apples iPad viermal mehr Speicherplatz.

Allerdings ist das 380 Gramm leichte Galaxy Tab mit USB-Buchse, Flashplayer und jeweils einer Kamera auf der Vorder- und Rückseite ausgestattet – anders als das iPad. Die nach vorn gerichtete Kamera ermöglicht mobile Videotelefonie von Angesicht zu Angesicht. Zum mobilen Telefonieren muss sich niemand das dafür dann doch zu klobige Smartphone ans Ohr halten: Eingebaut sind die Funktechnik Bluetooth sowie eine Freisprecheinrichtung.

Mit Inhalten sieht es noch ein wenig dürftig aus. Vorerst wird nur Libri.de elektronische Bücher für das Galaxy Tab anbieten, später sollen weitere Dienste folgen. Musikstücke gibt es im „Music Hub“-Bereich, Zeitungen, Zeitschriften und Bücher im „Reader Hub“. Bei der Nutzung hat sich Samsung anscheinend von Apple inspirieren lassen: Wie beim iPad lassen sich die E-Books aus einem Bücherregal ziehen und danach durchblättern.

Anwendungen gibt es täglich neue. Wie die meisten neuen E-Reader und Tablets läuft auch das Galaxy Tab mit dem Android-Betriebssystem, für den Programmierer ständig neue Apps entwickeln. Ende des Jahres wird es zudem eine erweiterte Version geben, die speziell auf Tablets zugeschnitten ist.

Zu den Herstellern mit Modellen, die im Herbst auf den Markt kommen sollen, gehören außerdem das ukrainische Unternehmen Pocketbook, txtr aus Berlin, der Kölner Anbieter e-noa mit dem Interpad sowie WeTab mit dem gleichnamigen Endgerät, das mit einem 11,6 Zoll großen Touchscreen ausgestattet ist und mit Mobilfunkanbindung knapp 570 Euro kostet.

Auch Medion hat auf der Ifa seinen ersten eigenen E-Reader vorgestellt – mit WLAN und einem sechs Zoll großen Display, das mit elektronischer Tinte arbeitet, um die Augen zu schonen. Eher eine Unterhaltungsmaschine für zu Hause bietet Archos mit seinem Archos 8 Home Tablet für lediglich 150 Euro an. Der Bildschirm misst acht Zoll in der Diagonale, eingebaut sind ein MP3-Player, Lautsprecher sowie ein mit vier Gigabyte eher bescheiden dimensionierter Speicher.Eine Zwischenform aus Tablet und Notebook hat Toshiba mit seinem Libretto W100 entwickelt, das einen doppelten Bildschirm bietet und mit dem Betriebssystem Windows 7 läuft. Wer es senkrecht hält, kann es als E-Reader einsetzen, um Zeitung zu lesen, wer es horizontal auf den Tisch stellt, findet auf dem oberen Bildschirm das Fenster zur Textverarbeitung eingeblendet, während auf dem liegenden, unteren Display ein virtuelles Keyboard erscheint. Dessen Tasten vibrieren bei Berührung sogar leicht.

Schon seit Ende August ist Amazons Kindle WiFi erhältlich, den deutsche Kunden jedoch nur direkt in den USA bestellen können. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist das neue Modell mit 247 Gramm deutlich leichter und um 20 Prozent kleiner. Der Kontrast liegt um 50 Prozent höher, gleichzeitig lassen sich Seiten nach Amazons Angaben schneller umblättern als bisher. 3500 Bücher fasst die WiFi-Version, die eine kabellose Internetverbindung aufbauen kann. Auch Sony hat seine E-Reader zur Ifa aufgerüstet. Sie bieten mehr Lesekomfort und Speicherplatz als bisher.

Um bei den zahlreichen, unterschiedlich ausgestalteten Geräten nicht den Überblick zu verlieren, sollten sich Käufer darüber im Klaren sein, wozu sie einen neuen Rechner einsetzen möchten. Zur Computerarbeit taugen Tablets mit ihrer virtuellen Tastatur kaum, bei ihren Anwendungen stehen Office-Programme nicht im Fokus.

Sie dienen vorrangig der Unterhaltung und sollen keine Notebooks ersetzen. Zum einen zeigen sie Bilder, Videoclips und elektronische Bücher oder Zeitschriften an, zum andern können Nutzer mit ihnen im Web surfen, E-Mails betrachten und versenden sowie ihre Einträge in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter pflegen.

Wer mit ihnen telefonieren möchte, sollte darauf achten, dass ein UMTS-Modul integriert ist, das oft optional angeboten wird. Ansonsten ist eine Verbindung zum Internet notwendig, um Telefoniedienste wie Skype zu nutzen.

Zum Lesen von Büchern sind E-Reader besser geeignet als Tablets. Reader-Displays sind mit hohen Kontrasten und minimaler Reaktionszeit besser auf die Darstellung von Schrift eingestellt. Ein weiterer Vorteil: Die meisten Reader verbrauchen nur Strom, wenn der Nutzer umblättert. Das verlängert die Akkulaufzeit deutlich. Tablets können zwar ebenfalls E-Books darstellen, allerdings längst nicht so gut wie Reader, die es in unterschiedlichen Größen gibt.

Pocketreader sind mit einem fünf Zoll großen Display ausgestattet, E-Book-Reader kommen auf sechs Zoll. Amazons Kindle DX und das iPad bieten ein zehn Zoll großes Display, das besser geeignet ist, um sich Zeitungs- oder Magazinseiten anzusehen. Zumal die LC-Displays auch Animationen und Farben darstellen können. Wichtig ist auch zu wissen, welche E-Book-Formate das Gerät unterstützt, da sich die Anbieter noch immer nicht auf einen Standard geeinigt haben, und ob der Kopierschutz das Lesen der gekauften, digitalen Inhalte auf anderen Geräten ermöglicht. Oft verhindert die eingebaute Technik das Kopieren der E-Books.

Die Berater von PricewaterhouseCoopers haben dann doch noch eine Prognose gewagt: Bis 2015 werden in Deutschland mehr als 2,5 Millionen E-Reader und zusätzlich etwa zwölf Millionen Tablets verkauft worden sein. Ob die künftigen Käufer wissen, womit sie ihre Neuanschaffungen füllen können, ist unklar. Laut Umfrage wissen die meisten gar nicht, was ein E-Book überhaupt ist.

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Kleines TV-Technikwörterbuch

29. September 2010

Welt am Sonntag, Welt.de 29.08.2010

Von Guido Nedden

* Quattron: Der japanische TV-Hersteller Sharp fügt zur Dreifarbstruktur RGB (Rot, Grün und Blau) einen weiteren gelben Pixel hinzu (englisch Yellow: RGBY). Die Farbleuchtkraft nimmt zu, Hauttöne wirken realistischer. Soll Energie sparen, da gelbe Subpixel lichtdurchlässiger sind als andere.

* 400-(und mehr)-Hertz-Technik: Entscheidend ist zusätzlich zur Auflösung auch die Bildwiederholfrequenz, die in Hertz gemessen wird. Mittlerweile sind 400 Hertz Standard. Das soll für gestochen scharfe Optik auch bei rasanten Bildschwenks sorgen – vor allem bei Sportereignissen.

* Neues Ambilight: Philips spendiert seiner neuen 9000er LED-TV-Serie das Ambilight Spectra 3. Es erkennt die im Bild vorherrschenden Farben und projiziert das passende Umgebungslicht auf die Wand hinter dem Bildschirm. Durch den Effekt soll der Zuschauer tiefer ins Filmgeschehen eintauchen können. Das Licht passt sich sogar der Wandfarbe an.

* OLED: Die Organic Light Emitting Diode (organische, Licht ausstrahlende Diode) soll mit speziellen Farbstoffen brillantere Farben, höheren Kontrast, größere Blickwinkel bei geringem Energieverbrauch ermöglichen.

* CI+: Die TV-Hersteller haben das bisherige Common Interface (CI), Schnittstelle für digitales Fernsehen, in CI+ gewandelt. Die Schnittstelle wird für Entschlüsselungsmodule verwendet und sichert den Zugriff auf Digital-TV-Programme von Bezahlfernsehsendern.

* DVB-S2: Nachfolgestandard vom digitalen Satellitenfernsehen DVB-S (Digital Video Broadcasting Satellite). Über DVB-S2 können mehr Programme in besserer Qualität als über den Vorgängerstandard übertragen werden, denn er bietet rund 30 Prozent mehr Bandbreite. Grund für die Erneuerung des Standards ist de Start der Übertragung von Fernsehsendungen in hoher Auflösung (HDTV).

* DLNA (certified): Die Digital Living Network Alliance, ein Zusammenschluss von über 250 namhaften Firmen aus der Unterhaltungselektronik regelt die Weiterentwicklung des DLNA-Standards. Dies beinhaltet Richtlinien für das Zusammenspiel verschiedener IT- und Consumer-Electronics-Geräteklassen im Heimnetzwerk.

* SDXC-Card: Secure Digital eXtended Capacity ist der Nachfolger von SDHC (Secure Digital High Capacity). Diese Speicherkarten haben ein Volumen von bis zu zwei Terabyte und übertragen Daten mit bis zu 300 Megabyte pro Sekunde. Moderne Premiumfernseher verfügen über entsprechende Einschübe, um die Daten (meist Bilder oder Filme) direkt von der SDXC-Karte wiederzugeben.

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Notebooks sind mehr als eine Klappkiste zum Arbeiten

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 21.02.2010

Von Guido Nedden

Über Laptops im Wohnzimmer lassen sich Musik, Videos und Fernsehen steuern. Statt schmuckloser Rechenschachteln zum Aufklappen sind auf der Cebit nächste Woche formschöne Notebooks im edlen Karbongehäuse zu sehen. Sie sollen nicht nur den Schreibtisch-Computer ersetzen, sondern die ganze Multimedia-Vielfalt im Wohnzimmer steuern. Optisch auffällig ist vor allem, dass die auf der Cebit vorgestellten Notebooks noch flacher sind als derzeit verfügbare Modelle. Möglich wird dies durch neue Technik. Zum einen sind die zentralen Recheneinheiten und Prozessoren deutlich kleiner geworden, obwohl sie mehr leisten.

Statt schmuckloser Rechenschachteln zum Aufklappen sind auf der Cebit nächste Woche formschöne Notebooks im edlen Karbongehäuse zu sehen. Sie sollen nicht nur den Schreibtisch-Computer ersetzen, sondern die ganze Multimedia-Vielfalt im Wohnzimmer steuern.

Optisch auffällig ist vor allem, dass die auf der Cebit vorgestellten Notebooks noch flacher sind als derzeit verfügbare Modelle. Möglich wird dies durch neue Technik. Zum einen sind die zentralen Recheneinheiten und Prozessoren deutlich kleiner geworden, obwohl sie mehr leisten. Zum anderen sorgen winzige Leuchtdioden für die Hintergrundbeleuchtung des Displays. Dadurch verbessern sich außerdem Kontrastwerte, Bildqualität und Auflösung.

Optimiert haben die Hersteller außerdem die Musikwiedergabe. Ein Beispiel dafür ist das Modell NX90 von Asus, das David Lewis, Designer bei Bang & Olufsen, mit entwickelt hat. Eingebaut ist Sonic-Focus-Technik, die für natürlichen und klaren Klang sorgen soll. Auch die Bedienung des Rechners ist auf Musikfreunde zugeschnitten. Statt des üblichen Touchpads in der Mitte gibt es zwei berührungsempfindliche Flächen an den Seiten. Damit können Nutzer unter anderem die Musikwiedergabe wie ein Discjockey mit zwei Plattentellern steuern. Platz für reichlich Musik ist ebenfalls vorhanden, die Festplatte fasst knapp 1,3 Terabyte.

Zur Ausstattung gehört außerdem ein sehr großer Bildschirm mit voller HD-Auflösung. Für den mobilen Einsatz ist das NX90 nur bedingt geeignet: Der Rechner, der ab April im Handel für etwa 2000 Euro angeboten wird, wiegt stattliche fünf Kilogramm.

Die neuen Notebooks bieten Käufern nicht nur besseren Klang, sondern auch lebendigere Bilder. Ganz besonders im Trend ist die 3-D-Darstellung. Mit dem Aspire 5740D stellt Acer auf der Cebit ein solches Modell für räumliches Sehen vor. Der Hersteller hat das Display mit einem speziellen Film beschichtet. Die im Lieferumfang enthaltene Polarisationsbrille filtert die Bilder, um einen 3-D-Effekt zu erzielen. Wer die Software Def 3D-Experience installiert, sieht auch zweidimensionale Bilder in 3D und braucht für die Darstellung keine spezielle Grafikkarte. Zur weiteren Ausstattung des knapp 800 Euro teuren Notebooks gehören ein acht Gigabyte großer Arbeitsspeicher, ein DVD-Laufwerk, WLAN und ein Ausgang für hochauflösendes Videomaterial.

Damit die Klapprechner die zahlreichen Multimedia-Daten auch komfortabel im Wohnzimmer auf die Empfangsgeräte schicken können, haben die Hersteller ihnen moderne Funktechnik einbauen lassen. Zu den Anbietern solch aufgerüsteter Modelle gehört Sony mit neuen Rechnern der Vaio-Z-Reihe. Im leichten und robusten Gehäuse aus Kohlenstofffasern ist neben einem 13 Zoll großen Bildschirm auch ein Modul für kabelloses Netzwerken (WLAN) integriert – und zwar in der neuen N-Version, die besonders schnell Daten überträgt. Damit Websurfen nicht nur im heimischen Wohnzimmer oder an einigen WLAN-Hotspots, sondern auch unterwegs an jedem Ort möglich ist, gehört zur Ausstattung ab Werk zusätzlich ein Empfänger für Mobilfunk, der die schnelle HDPA-Technik nutzt.

Websurfen über Mobilfunk und das Abspielen von Musik und Videos auf den großen und hochauflösenden Bildschirmen kostet jedoch viel Strom. Daher hat Sony zusätzlich einen HD-Grafikchip von Intel in seine Z-Notebooks eingebaut. Wird beim Websurfen oder der Textverarbeitung keine große Grafikleistung benötigt, schaltet der Rechner automatisch auf diese Karte um und drosselt somit den Stromverbrauch.

An Bord der Z-Rechner sind zudem DVD-Brenner, Webcam sowie ein Fingerabdrucksensor. Außerdem ist bei Sonys neuen Notebooks ein weiterer Trend zu beobachten: Taugten Flashspeicher wegen ihrer geringen Speicherkapazität früher nur für kleine MP3-Player, ersetzen sie mittlerweile die störanfälligen Festplatten. In den Z-Notebooks fassen sie immerhin schon mehr als 250 Gigabyte.

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Neue Technik kurz vorgestellt: Stromadapter im Kleinformat

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 17.01.2010

Von Guido Nedden

Auch über die Stromleitung im Haus lassen sich Daten vom Computer zum Drucker oder aus dem Internet auf den Rechner leiten. Für die Powerline genannte Technik hat Devolo mit dem 200 AVmini (knapp 60 Euro) jetzt einen besonders schmalen Adapter entwickelt, der lediglich drei Zentimeter dick ist. Die Übertragungsrate beträgt nach Devolo-Angaben schnelle 200 Megabit pro Sekunde.

Auch über die Stromleitung im Haus lassen sich Daten vom Computer zum Drucker oder aus dem Internet auf den Rechner leiten. Für die Powerline genannte Technik hat Devolo mit dem 200 AVmini (knapp 60 Euro) jetzt einen besonders schmalen Adapter entwickelt, der lediglich drei Zentimeter dick ist. Die Übertragungsrate beträgt nach Devolo-Angaben schnelle 200 Megabit pro Sekunde.

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Neue Technik kurz vorgestellt: Fernsehen wird bunter

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 17.01.2010

Von Guido Nedden

Sharp baut in seine neuen TV-Modelle der Aquos-Reihe einen zusätzlichen Farbfilter ein. In herkömmlichen Modellen sind grüne, blaue und rote Filter integriert, künftig sollen gelbe Folien hinzukommen. Nach Angaben Sharps lassen sich damit Hauttöne besser darstellen und Farben natürlicher wiedergeben.

Sharp baut in seine neuen TV-Modelle der Aquos-Reihe einen zusätzlichen Farbfilter ein. In herkömmlichen Modellen sind grüne, blaue und rote Filter integriert, künftig sollen gelbe Folien hinzukommen. Nach Angaben Sharps lassen sich damit Hauttöne besser darstellen und Farben natürlicher wiedergeben. Außerdem vergrößert sich der Farbumfang deutlich. Sharp erhöht gleichzeitig die Bildrate auf 240 Hertz, um die Darstellung zu verfeinern. Die neuen Geräte sind internetfähig. Damit lassen sich Videos aus dem Netz auf dem Bildschirm des TV-Geräts wiedergeben. Für die Hintergrundbeleuchtung verwendet Sharp künftig Leuchtdioden. Das soll den Stromverbrauch senken und ermöglicht eine flache Bauweise.

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Neue Technik kurz vorgestellt: Durchsichtige Displays

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 17.01.2010

Von Guido Nedden

Einen fast vollständig transparenten Computerbildschirm hat Samsung präsentiert. Durch 40 Prozent der Displayfläche können Betrachter auf den Hintergrund blicken, sowohl bei ein- als auch bei ausgeschaltetem Rechner. Das Gehäuse des 14 Zoll großen Prototyps ist ebenfalls durchsichtig, es gibt damit den Blick auf die eingebaute Technik frei.

Einen fast vollständig transparenten Computerbildschirm hat Samsung präsentiert. Durch 40 Prozent der Displayfläche können Betrachter auf den Hintergrund blicken, sowohl bei ein- als auch bei ausgeschaltetem Rechner. Das Gehäuse des 14 Zoll großen Prototyps ist ebenfalls durchsichtig, es gibt damit den Blick auf die eingebaute Technik frei. Dazu gehören energiesparende organische Leuchtdioden, die für die detailreiche Darstellung der Bildschirminhalte sorgen. Geplant ist, solche Displays in Notebooks und MP3-Playern einzubauen. Auch ließen sich damit Displays auf die Frontscheibe eines Autos montieren, ohne die Sicht des Fahrers zu beeinträchtigen. Zu einem möglichen Marktstart machte Samsung keine Angaben.

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Technik-Wunschzettel: Mit den neuen Smartphones kommt wirklich jeder zurecht

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 20.12.2009

Von Guido Nedden

Trotz zahlreicher Funktionen überzeugen die Handys der Oberklasse durch einfache Bedienbarkeit.Multimedia-Alleskönner sind aber noch nicht dabei. Hinter verschlossenen Glasvitrinen waren sie auf einigen Fachmessen schon zu sehen, in die Hand nehmen durften Besucher die neue Generation von Mobiltelefonen jedoch nicht. Auf Fragen nach Details wiegten die Samsung-Manager die Köpfe nur wissend hin und her. Auskunft gaben sie aber nicht.

Trotz zahlreicher Funktionen überzeugen die Handys der Oberklasse durch einfache Bedienbarkeit. Multimedia-Alleskönner sind aber noch nicht dabei.

Hinter verschlossenen Glasvitrinen waren sie auf einigen Fachmessen schon zu sehen, in die Hand nehmen durften Besucher die neue Generation von Mobiltelefonen jedoch nicht. Auf Fragen nach Details wiegten die Samsung-Manager die Köpfe nur wissend hin und her. Auskunft gaben sie aber nicht. Nach und nach tauchen jetzt Informationen zu den neuen Modellen auf, die auch Sony-Ericsson im kommenden Jahr anbieten will: Handys, mit denen die Besitzer nicht nur Musik hören und Fotos schießen, sondern endlich auch längere Videos in sehr hoher Auflösung drehen können.

Noch lassen sich mit Mobiltelefonen nur Kurzclips aufzeichnen, die selbst auf dem kleinen Handydisplay verwaschen und schmuddelig aussehen. Mit den für 2010 geplanten Modellen dagegen werden die Filme selbst auf einem großen Flachbildschirm gut dargestellt. Wegen des Platzmangels im Handygehäuse wird die Optik zwar nicht ganz an die eines guten Camcorders heranreichen, mit einer Auflösung von 720 mal 1280 Bildpunkten dürfte die Qualität aber mehr als passabel sein.

Helfen dürften zwei weitere technische Details, die schon jetzt bei Smartphones der Oberklasse zu finden sind. Zum einen lassen sich neue Funktionen über Internet als Software auf Handys laden. Solche Apps helfen unter anderem dabei, besser mit Multimedia-Dateien umzugehen. Zum zweiten verbauen die Hersteller verstärkt Computertechnik in die Smartphones. Damit stehen fast alle Anwendungen zur Verfügung, die auch ein Rechner ermöglicht. Einige davon sind auch in die bereits erhältlichen Smartphones integriert, und das nicht nur in Apples iPhone.

Palm Pre

Einen handlichen Mini-Computer hat Palm mit dem Pre entwickelt und sich damit eindrucksvoll als Smartphone-Anbieter zurückgemeldet. Bei dem 480 Euro teuren Modell zeigt sich, welche Vorteile Computertechnik bringt: Das Betriebssystem sorgt dafür, dass Multitasking gut funktioniert, viele Programme laufen gleichzeitig ab. Auch bei ausgeschaltetem Gerät können Mails, Chat-Nachrichten und Twitter-Meldungen empfangen werden. Anders als bei Windows Mobile sind geschlossene Programme auch wirklich deaktiviert und geben Platz im Arbeitsspeicher frei. Ein weiterer Vorteil: Das Pre ist nicht mit einer Sperre ausgestattet und kann daher an jeden Computer angeschlossen werden, um Daten zu tauschen.

Interessant ist die Möglichkeit, über die „Touchstone“-Ladestation (70 Euro) den Akku kabellos aufzuladen. Dazu wird das Palm Pre einfach auf die Ladeschale gelegt und bekommt Strom über Induktion zugeführt. Im Gegensatz zum Apple iPhone ist auch die Texteingabe einfach. Pre-Nutzer müssen sich nicht mit einer virtuellen Tastatur auf dem Display herumärgern, sie können dazu eine Tastatur unter dem Bildschirm hervorschieben. Die Tasten haben einen deutlichen Druckpunkt, Umlaute lassen sich aber nur umständlich eingeben. Ein weiteres Ärgernis beim Palm Pre: Der Speicher kann nicht über eine eingesteckte Speicherkarte erweitert werden.

HTC

Ebenfalls viel Computertechnik steckt im HD2 (620 Euro) von HTC, und zwar eine besonders schnelle. Der Ein-Gigahertz-Prozessor sorgt dafür, dass sich Software schnell öffnet und viele Programme gleichzeitig laufen können. Auch Kontakte lassen sich übersichtlich verwalten und bedienen. Unter dem Eintrag können die Nutzer auf unterschiedlichen Wegen mit dem gewünschten Gesprächspartner in Kontakt treten, zum Beispiel über SMS, E-Mail, die Profilseite Facebook oder per Telefon.

Ein weiterer Pluspunkt ist das hochauflösende Display, das detailreiche Bilder und große Bildausschnitte zeigt. Das erspart dem Nutzer das leidige Scrollen auf Webseiten. Der berührungsempfindliche Bildschirm reagiert schnell auf Eingaben. Außerdem lässt sich das HD2 bequem als Navigationsgerät einsetzen. Mit einer anderen Rückenplatte passt es in die Halterung im Auto. Sobald das Smartphone einrastet, zeigt die Benutzeroberfläche automatisch ein Menü in leicht bedienbarem Format. Gleichzeitig beginnt das HD2 damit, Daten zur Navigation zu laden. Ein wenig Spielerei ist auch dabei: Auf Wunsch ändert sich der Startbildschirm nach aktueller Wetterlage. Bei Regen blickt die Animation etwas finster drein, bei Sonnenschein freundlich.

Nokia N900

Das neue Nokia-Modell ist ein kleiner Computer, der auch telefonieren kann. Es ist auch kaum noch als Smartphone zu bezeichnen, eher als sogenanntes Internet-Tablet, also ein handliches Gerät zum Websurfen. Damit hat Nokia endlich ein Mobiltelefon entwickelt, das es mit Apples iPhone aufnehmen kann. An der mangelnden technischen Qualität liegt es sicher nicht, dass Nokia zahlreiche Marktanteile in den vergangenen Jahren abgegeben hat, nur bei Design und Software hinkte der Hersteller hinterher.

Mit dem N900 (knapp 600 Euro) ändert sich das. Trotz der zahlreichen Funktionen an Bord ist es schmal und handlich. Außerdem läuft erstmals auf einem Nokia-Telefon das Betriebssystem Maemo, für das Entwickler Anwendungen schreiben und verkaufen können, ähnlich wie die Apps für Apples iPhone. Das wird auf Dauer die Funktionsvielfalt deutlich erweitern. Auch als Schreibmaschine taugt das N900. Für einfache Texteingabe gibt es neben dem berührungsempfindlichen Display eine Tastatur zum Herausschieben.

Blackberry Storm2

Das erste Storm-Modell präsentierte der Hersteller mit großem Werbeaufwand, es endete aber als laues Lüftchen. Die praktische Umsetzung des Bedienkonzepts war misslungen, es fielen sogar einige Tasten nach kurzer Zeit ab. Beim Storm 2 sind die Kinderkrankheiten beseitigt. Zum einen ist die Menüführung nachvollziehbar, zum anderen ist das Handy mit einem exzellenten Touchscreen ausgestattet. Das Display unterscheidet zwischen Antippen und Scrollen. Dadurch klickt niemand mehr aus Versehen auf einen Link, obwohl er nur die Webseite verschieben wollte.

Während im Oberklasse-Segment die technische Aufrüstung noch lange nicht abgeschlossen ist, specken die Hersteller ihre einfachen Modelle weiter ab. Ein Beispiel dafür ist Nokias 1616, der Gegenentwurf zum Smartphone. Äußerlich unterscheidet es sich nur wenig von einem modernen Mobiltelefon, es fehlen aber Standards wie Kamera und USB-Anschluss zum Datenaustausch. Dafür kostet das 80 Gramm leichte Anti-iPhone auch nur 29 Euro.

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Die Harke kann im Keller bleiben

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 11.10.2009

Von Guido Nedden

Akkubetriebene, leicht bedienbare Kombigeräte helfen dabei, Garten und Haus winterfest zu machen – eine Produktübersicht

Statt für viel Geld zu verreisen, wollen die Deutschen Haus und Hof renovieren und verschönern. Bau- und Heimwerkermärkte verbuchen trotz Wirtschaftskrise gute Umsätze, vor allem bei Pflanzen und Gartengeräten, und der positive Trend dürfte sich fortsetzen. Nach einer Prognose der Unternehmensberatung BBE Retail legt der Markt, Gardening genannt, bis 2013 um etwa vier Prozent zu.

Da fast 20 Prozent der Gartenbesitzer zu der er als einkommensstark geltenden Gruppe der 50- bis 70-Jährigen gehören, hoffen die Unternehmen nicht nur auf gute Erlöse, sie stellen sich auch technisch auf die Kundschaft ein: durch akkubetriebene, leichte Kombigeräte für den Garten sowie das Werkeln im und am Haus. Denn auch in den eigenen vier Wänden wird mehr als zuvor gebastelt.

Nach einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag von Bosch wollen drei Viertel der Befragten künftig häufiger bei Reparatur- und kreativen Arbeiten im Haus aktiv werden. Auch hier liegen Kombi- und Akkugeräte im Trend, zum Beispiel Boschs Akkuschrauber, Bohrmaschine und Bohrhammer Uneo (160 Euro), der mit einer Akkuladung 100 Schrauben eindreht.

Ohne Benzinmotor und Elektrokabel kommen nicht mehr nur Ast- und Heckenscheren zum Einsatz. Es gibt bereits massive Spaltgeräte, die Kaminholz batteriebetrieben zerkleinern, sowie Heckentrimmer und Rasenmäher. Nach GfK-Handelsdaten hat der Umsatz von Akku-Gartengeräten in Deutschland von 2003 bis 2008 um fast 160 Prozent zugelegt. Ein Grund ist die Vielfalt: Es gibt mittlerweile leistungsfähige Akkus mit 18, 25 und 36 Volt. Außerdem brauchen viele Akkus nur noch eine Stunde, um voll aufgeladen zu werden.

Zu den am meisten nachgefragten Akkuprodukten gehören jedoch noch immer Strauch- und Astscheren. Ein neues Modell zeigt unter anderem Black & Decker mit der GKC1000 (160 Euro), die sich über einen Zweihandgriff bedienen lässt. Da das Schneidwerk mit einer Kette ausgestattet ist, soll die Schere auch bis zu zehn Zentimeter dicke Äste schnell schneiden können. Der Akku schafft mit einer Ladung immerhin 150 Schnitte von Ästen mit 3,5 Zentimeter Durchmesser.

Zu den neuen Kombigeräten gehört das Modell GW 3000 (etwa 110 Euro) von Black & Decker zum Laubsammeln, -blasen und -häckseln. Mit 290 Kilometer pro Stunde pustet das Gerät Laub von der Stelle. Über einen am Saugrohr angebrachten Abkratzer sollen sich nasses Laub und festsitzender Schmutz einfach lösen lassen, ohne dass mit der Hand nachgeholfen werden müsste. Beim Einsaugen zerkleinert das integrierte Laubhäckselwerk automatisch Blätter, Zweige sowie Gras und reduziert deren Volumen um 90 Prozent.

Da Hobbygärtner mittlerweile deutlich mehr wollen, als lediglich die Hecke ein wenig zurechtzustutzen und die Rasenkanten zu begradigen, entwickeln die Hersteller zunehmend Geräte mit hoher Leistungskraft. Selbst hier gibt es bereits Modelle, die im Akkubetrieb laufen. Dazu gehört die Gardena-Kettensäge CST 2018-Li, mit der Hobbygärtner 60 Holzscheite mit acht Zentimeter Durchmesser zurechtschneiden können. Erst danach muss der Akku neu aufgeladen werden. Reicht die Ladung nicht aus, lässt sich ein Wechselakku einsetzen. Die Kette läuft mit vier Meter pro Sekunde ausreichend schnell, um Kaminholz mit dem20 Zentimeter langen Schwert zerkleinern zu können.

In allen neuen Gardena-Kettensägen, auch in den Elektromodellen CST 3518 (120 Euro) und CSI 4020 (170 Euro), hat der Hersteller das Quick-fit-System integriert. Damit lässt sich die Kette über ein Einstellrad in einem Zug spannen und fixieren. Für mehr Sicherheit soll die Kickback-Bremse sorgen, die innerhalb von 0,15 Sekunden die Ketten zum Stehen bringt.

Auch für Gartenabfälle stehen Hobbygärtnern mittlerweile kraftvolle Geräte zur Verfügung, zum Beispiel der Leisehäcksler von Max Bahr, der 240 Euro kostet und auch große Äste zerkleinern kann. Für Kunden, die es im Garten mal so richtig brummen lassen wollen, bietet der Baumarkt Praktiker den Hydraulik-Holzspalter PH 4000 an. Um 25 Zentimeter dicke und knapp 40 Zentimeter lange Stämme zu zerkleinern, bedient sich das Gerät einer Spaltkraft von vier Tonnen. Einschließlich Fahrvorrichtung kostet der Spalter 150 Euro.

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Komfortabel fernsehen

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 30.08.2009

Von Guido Nedden

Tatsächlich haben es die Hersteller geschafft: Die neuen Fernseher sind noch flacher, zeigen schärfere Bilderund bieten einfacheren Zugang zum Internet. Die Trends der TV-Technik auf der Ifa im Überblick

Dem Fernsehzuschauer dürfte künftig selbst der feinste mimische Ausdruck des Schauspielers kaum noch entgehen. Auf der Ifa, die nächste Woche in Berlin eröffnet wird, zeigen die Hersteller von TV-Geräten, wie sehr sie bei der Bildqualität der Fernseher nachlegen konnten. Zusätzlich bieten sie mehr Komfort in der Bedienung und binden das Internet besser ein als bisher. Wie schon seit vielen Jahren versprochen, kann der Fernseher so tatsächlich zur Medienzentrale im Wohnzimmer werden.

LED-Technik

Hintergrundbeleuchtung durch Leuchtdioden gibt es in zwei Varianten. Bei der Edge-Technik sitzen die LEDs am Gehäuserand und strahlen bis zur Mitte des Bildschirms. Dadurch lassen sich Fernseher von nur zwei bis drei Zentimeter Tiefe bauen. Bei Direct-LED sind die LEDs flächig auf dem Hintergrund verteilt und liefern dadurch sehr hohe Kontrastwerte bei niedrigem Stromverbrauch und ebenfalls geringer Bautiefe. Ein Beispiel dafür zeigt LG mit seinem 55-Zoll-Fernseher LH9500 (Preis ist noch unbekannt).

Mit farbigen Leuchtdioden (RGB-LEDs) können die Modelle auch Farben naturgetreu und ohne Verzeichnung wiedergeben. Sharp präsentiert mit dem neuen Aquos LC-XS1E ein solches Modell, das außerdem einen hohen Kontrastwert von eine Million zu eins bietet. In der Variante mit 65 Zoll kostet das Modell aber auch stattliche 12 000 Euro. Die meisten Hersteller setzen aus Preisgründen daher auf weiße LEDs, zum Beispiel Samsung.

200 Hertz

Im vergangenen Jahr stand noch 100-Hertz-Technik im Mittelpunkt der Ifa, jetzt sind die Hersteller schon bei 200 Hertz angekommen. Damit sollen sich Bewegungen fließender darstellen lassen. Der Sprung von 50 auf 100 Hertz war aber deutlicher sichtbarer als der von 100 auf 200 Hertz. Zu den auf der Ifa präsentierten 200-Hertz-Modellen gehören Fernseher von Samsungs 8090-Serie. Das Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 40 Zoll ist für etwa 2100 Euro im Handel erhältlich.

Internet am Fernseher

Sich am TV-Bildschirm E-Mails durchlesen und Webseiten ansehen zu können, ist nicht neu. Mit vielen auf der Ifa nächste Woche vorgestellten Modellen ist es jedoch bedeutend einfacher als bisher. Philips bietet dazu seine Modellreihe NetTV, bei Samsung heißt dies Medi@2.0, bei Panasonic VieraCast, und Sony nennt die entsprechende Reihe AppliCast.

Für die Philips-Reihe 9700 (mit 52 Zoll für 3300 Euro) haben zahlreiche europäische Partner spezielle Webdienste entwickelt. Dazu gehören YouTube, Ebay, TomTom, MeteoGroup, Netlog, Funspot und MyAlbum. In Deutschland präsentieren mehr als 60 Anbieter entsprechende Services, unter anderem ZDF Mediathek, Tagesschau.de, Bild.de, Welt.de und Kicker.de. Die Angebote sind so aufbereitet, dass Fernsehzuschauer sie auch aus größerer Entfernung gut lesen können. Steuern lassen sich die Funktionen über die Fernbedienung. Eine zusätzliche Set-Top-Box oder ein gesonderter Vertrag sind nicht erforderlich. Voraussetzung ist nur ein DSL-Breitbandanschluss.

Vernetzt wie ein Computer

Damit Fernseher nicht nur Fenster ins Internet, sondern auch zur Medienzentrale im Wohnzimmer werden, sind neue Modelle mit zahlreichen Anschlüssen für externe Geräte und mit reichlich Computertechnik ausgestattet. Zu den gut vernetzten Modellen gehört Loewes TV-Gerät Connect.

Der Fernseher verfügt über eine leicht zugängliche USB-Schnittstelle, um zum Beispiel Speichersticks, Kartenleser für fast alle Formate, externe Festplatten und Digitalkameras anschließen zu können. Eingebaut ist darüber hinaus ein PhotoViewer, um sich Fotos von der Kamera direkt als Diaschau auf dem Bildschirm anzusehen. Gleichzeitig lässt sich vom USB-Speichermedium Musik abspielen. Zusätzlich gibt es Anschlüsse für Camcorder, DVD-Player und Spielekonsole sowie Computer, um sich zum Beispiel Powerpoint-Präsentationen großformatig darstellen zu lassen.

Der Connect Media kann nicht nur drahtgebunden mit anderen Geräten Kontakt aufnehmen, er verfügt auch über ein WLAN-Modul für die Einbindung ins kabellose Netzwerk zu Hause. Über den installierten Network Mediaplayer ist es möglich, auf zentral gespeicherte Digitalfotos, Musik und Videos zuzugreifen und sich Internetradio anzuhören. Schließlich bietet der neue Network Mediaplayer Zukunftssicherheit. Sobald eine neue Version verfügbar ist, kann diese über das Internet mit nur einem Tastendruck an der Fernbedienung heruntergeladen werden.

Neben höherer Bildqualität und mehr Netzwerkfähigkeit bieten einige auf der Ifa vorgestellten Modelle interessante Zusatzfunktionen. Manche Modelle passen die Leuchtkraft des Bildschirms an das Umgebungslicht an, andere reduzieren die Lautstärke, wenn Werbespots gesendet werden. Dazu gehören die SV685D-Geräte von Toshiba. Das Modell mit 55 Zoll großer Bilddiagonale ist ab September für 3500 Euro erhältlich.

Eventuell können Zuschauer Werbeclips künftig kaum noch entgehen. Zumindest wenn sich die neuen Schnittstellen CI-plus für Kabel- und HD+ für Satellitenfernsehen etablieren sollten. In ein Common Interface (CI) passen Smartcards, die TV-Signale entschlüsseln. Mit der neuen Version lassen sich Jugend- und Kopierschutz leichter umsetzen. Gleichzeitig aber ist es Sendern möglich, im TV-Signal Zusatzinformationen unterzubringen. Solche manipulierten Signale können zum Beispiel verhindern, dass Fernsehzuschauer bei aufgenommenen Sendungen die Werbeblöcke überspringen.

Auch lassen sich Aufnahmen von Programmen und einzelnen Sendungen ganz unterbinden, oder die Aufzeichnung löscht sich selbst nach Stunden oder Tagen automatisch. In einigen Fernsehern ist die neue CI-plus-Technik bereits eingebaut. Es handelt sich um Geräte, in denen ein Digital-Empfangsteil integriert ist und keine zusätzliche Set-Top-Box oder Decoder benötigt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Sender vor so viel Gängelung des Zuschauers letztlich doch zurückschrecken.

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Internationale Funkausstellung: Die neuen Notebooks sind leichter und schärfer

28. April 2010
Welt am Sonntag, Welt-Online 22.08.2009

Von Guido Nedden und Thomas Jüngling

Zur Internationalen Funkausstellung Anfang September gibt es neue Notebooks: Von prall ausgestatteten Computern mit vielen Multimediafunktionen bis zu kompakten Netbooks. Fast allen Leichtgewichten gemeinsam ist, dass ihre Displays Bilder schärfer darstellen und die Akkus deutlich länger laufen als bisher.

Deutlich mehr Platz auf dem Schreibtisch versprechen die Hersteller: Für Schreibarbeiten und Multimedia-Anwendungen brauchen Nutzer künftig kaum noch klobige Rechenmaschinen. Es reichen schlanke Computer, Nettops genannt, oder auch Notebooks in unterschiedlichen Größen.

Zur Internationalen Funkausstellung (Ifa), die vom 4. bis 9. September in Berlin stattfindet, stellt zum Beispiel Acer seinen neuen, kompakten Computer Aspire Z5600 vor. Alle technischen Komponenten sind in einem kleinen Gehäuse direkt hinter dem Monitor untergebracht. Nur so dünn und groß wie ein Buch ist Medions neuer Rechner Akoya Mini E2076, den der Anbieter zur Ifa vorstellt. Beide Nettops sind bestens mit Anschlüssen ausgestattet, zum Beispiel sechs USB-Buchsen, Kartenleser und Audioanschlüssen. Darüber hinaus laufen die Mini-Versionen von Schreibtischrechnern fast geräuschlos, da die Techniker bei der Kühlung auf Lüfter verzichtet haben. Außerdem lassen sich die Nettops über mitgelieferte Halterungen an herkömmlichen Monitoren befestigen. Das spart noch mehr Platz, ebenso wie der Einsatz von Notebooks in jeder Größe, von denen Hersteller auf der Ifa einige neue Modelle vorstellen werden.

Multimedia-Notebooks

Selbst mobile Rechner für den Multimedia-Einsatz sind mittlerweile flach und kompakt gebaut. Eingebaute oder anschließbare Multimediatastenfelder helfen bei der Bedienung. Dank leistungsfähiger Grafikkarten können Nutzer auch aufwendige Spiele laufen lassen, und in manchen Modellen sind?18 Zoll große Displays eingebaut.

Dazu gehört der Acer-Rechner Aspire 8935 (etwa 1600 Euro), dessen Bildschirm mit 1920 mal 1080 Pixeln in Full HD auflöst. Stromsparende und quecksilberfreie LED-Hintergrundbeleuchtung verbessert die Bildqualität und verringert den Energiebedarf. Auf der rechten Seite befindet sich eine berührungsempfindliche Mediakonsole mit leicht zu bedienenden Steuerelementen. Zur Ausstattung gehört auch ein Dolby-Surround-System mit zwei eingebauten Stereolautsprechern. Der vier Gigabyte große Arbeitsspeicher sorgt für recht kurze Reaktionszeiten selbst bei leistungsintensiven Anwendungen. Das Acer Aspire 8935 bietet Platz für bis zu zwei Festplatten mit einer Gesamtspeicherkapazität von bis zu 1 Terabyte.

Ähnlich viel Platz bietet das LG-Notebook P510 (etwa 2000 Euro) mit einer 500 Gigabyte großen Festplatte. Für schnelle Installation oder ein schnelles Back-up der Daten sorgt die Smart-Technologie, die den Rechner unter anderem einfach und schnell mit einem Netzwerk verbindet. Eine Kampfansage an die Konkurrenz macht Toshiba mit seinem Satellite A500-11U. Bei einem Preis von nur 1100 Euro bietet das Notebook eine gute Ausstattung. Dazu gehören ein eingebauter TV-Empfänger für digitales Antennenfernsehen (DVB-T) sowie eine Kamera, die mit 1280 mal 800 Pixeln hoch auflöst. Zusätzlich verfügt der Rechner über ein Touchpad, über das Nutzer mit Gesten durch die Programme und Dateien steuern können.

Subnotebooks

Mit 12 oder 13 Zoll großen Displays sind die meisten Subnotebooks ausgestattet, Sie bieten oft mehr Komfort als Netbooks und sind kompakter als Multimedia-Notebooks. Zu den größeren Modellen gehört Toshibas U500-115, das fast 1100 Euro kostet. Über eine Fernbedienung lassen sich Rechner und angeschlossene Geräte bequem bedienen. Zu den Besonderheiten gehört ein USB-Anschluss, über den sich Geräte auch bei ausgeschaltetem Rechner aufladen lassen, sowie eine Gesichtserkennung zur Entsperrung des Notebooks und ein Monitor, der drohende Technikausfälle anzeigt.

Zu den neuen Modellen gehört auch das Wind U200 von MSI (ab 600 Euro), das mit einem zwölf Zoll großen Display ausgestattet ist und 1,4 Kilogramm wiegt. Ähnlich teuer ist Medions neues Subnotebook Akoya E3211. In der größten Version sind eine 500-Gigabyte-Festplatte sowie ein vier Gigabyte großer Arbeitsspeicher eingebaut. Nicht selbstverständlich: Medion hat das Subnotebook mit einem DVD-Brenner ausgestattet.

Netbooks

Zwar sind Netbooks noch immer die kleinsten Rechner der mobilen Computerklasse, doch auf der Ifa zeigen die Hersteller fast ausschließlich Modelle mit großen Bildschirmen. Außerdem haben die Anbieter die Akkulaufzeit deutlich verbessert, viele Netbooks schaffen schon sieben bis neun Stunden.

Das X120 von LG kommt auf sieben Stunden und ist mit der neuen Smart-Link-Software ausgestattet. Damit können Anwender im Heimnetzwerk auf optische Laufwerke zugreifen, die in anderen Rechnern installiert sind. Zur Ausstattung des 300 Euro teuren Rechners gehören außerdem eine ergonomische Tastatur und eine Webcam für Videokonferenzen. Acers Modell Aspire one 75 ist zum längeren Tippen ein wenig besser geeignet, da der Bildschirm 11,6 Zoll in der Diagonalen misst. Das 400-Euro-Modell verfügt über eine Festplatte mit 160 Gigabyte Platz für Daten.

Toshiba zeigt auf der Ifa mit dem Mini NB200 ein Netbook mit gleicher Größe, jedoch einer Laufzeit von beeindruckenden 8,5 Stunden. Trotz seiner geringen Größe bietet das Gerät große Tasten für entspanntes Tippen. Da Notebooks, die viel bewegt werden, Gefahren wie Stürze oder Erschütterungen drohen, verfügt der Rechner über einen 3-D-Bewegungssensor. Ab einer gewissen Fallgeschwindigkeit bringt eine Mechanik den Festplattenkopf in eine sichere Position und schützen so vor Datenverlust.

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